Sanspareil: Wiedereröffnung des Morgenländischen Baus



Der Felsengarten Sanspareil in Wonsees zählt zu den schönsten und außergewöhnlichsten Orten unserer Region – ein Ort, an dem Natur, Geschichte und Gartenkunst auf einzigartige Weise verschmelzen. Jetzt erstrahlt der Morgenländische Bau in neuem Glanz.
Restaurierung erfolgreich abgeschlossen
„Der Felsengarten Sanspareil ist ein einzigartiges Gesamtkunstwerk und Heimatjuwel in Oberfranken! Der Morgenländische Bau bildet den Auftakt in diese außergewöhnliche Felsenlandschaft – Natur und Kultur verschmelzen hier in ganz besonderer Weise. Seit 2022 wurden der märchenhaft anmutende Bau mit seinen zahlreichen historischen Exponaten und das benachbarte ‚Schusterhaus‘ aufwändig restauriert – der Freistaat investierte hierfür insgesamt rund zwei Millionen Euro. Jetzt präsentiert er sich den Besucherinnen und Besuchern wieder in voller Pracht, noch dazu mit neuer Dauerausstellung und BayernWLAN. Mein Dank gilt allen Projektbeteiligten und Leihgebern für ihr Engagement“, freute sich Finanz- und Heimatstaatssekretär Martin Schöffel bei der Wiedereröffnung des Morgenländischen Baus am Donnerstag (7.5.) im Felsengarten Sanspareil.
Der Kulmbacher Landrat Jonas Gleich bezeichnete den Morgenländischen Bau als „sagenhaft“ und zeigte sich begeistert von der besonderen Verbindung aus Natur und Kunst in Sanspareil.
Felsengarten Teil der Residenztage Bayreuth & Sanspareil 2026
„Pünktlich zur abgeschlossenen Restaurierung des Morgenländischen Baus ist der Felsengarten Sanspareil in diesem Jahr auch ein zentraler Bestandteil der Residenztage unter dem Motto ‚Alles scheint Natur‘ mit Führungen, Mitmachstationen, Theater, Expertenstationen, Musik und vielem mehr. Der Familiensonntag am 17. Mai 2026 im Felsengarten Sanspareil, im Morgenländischen Bau und in der Burg Zwernitz rundet die Residenztage mit einem bunten Programm ab. Ein Besuch lohnt sich – für Groß und Klein!“, so Schöffel.
Neue Dauerausstellung eröffnet
„Wo vor über 150 Millionen Jahren ein tropisches Riff entstand, schufen Markgraf Friedrich und Markgräfin Wilhelmine einen Garten ‚ohnegleichen‘ – Sanspareil. Dieser Ort verbindet Erdgeschichte, Gartenkunst und Architektur auf besondere Weise. Der Morgenländische Bau, den wir nach seiner behutsamen baulichen Restaurierung heute mit einem neuen Museumskonzept wiedereröffnen, trägt diesem Ort als außergewöhnliches Baudenkmal Rechnung. Ich danke unseren Projektpartnern, den Leihgebern und insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bayerischen Schlösserverwaltung, die mit ihrer fachlichen Expertise und hohem persönlichen Einsatz die komplexe Restaurierung und Neukonzeption der Dauerausstellung ermöglicht haben“, sagte der Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung Hermann Auer.
Der Morgenländische Bau wurde in den letzten vier Jahren umfassend saniert. Hierbei wurden unter anderem über 200 Quadratmeter Parkett restauriert, wertvolle Stuckaturen behutsam geglättet, Konturen geschärft, Profile nachgezogen sowie zahlreiche historische Exponate restauriert. Ab sofort optimieren ein neues Lichtkonzept, verfügbares BayernWLAN und die neue Dauerausstellung mit spannenden Informationen über die Geschichte des Gartendenkmals das Besuchserlebnis. Ergänzt wird das Angebot unter anderem durch hochwertige Leihgaben verschiedener Institutionen, die die naturkundliche Sammlung des Markgrafen in ihrem Facettenreichtum wieder aufleben lassen.
Der Morgenländische Bau wurde einst als ländliche Eremitage und idyllischer Rückzugsort für die Bayreuther Markgrafen errichtet. Er verdankt seinen Namen dem ursprünglich orientalisch inspirierten Dach, das aus Witterungsgründen im 18. Jahrhundert durch das heutige Dach ersetzt wurde. Das mit Glasflüssen und Tuffstein verzierte Äußere vermittelt bis heute einen märchenhaften, orientalischen sowie rustikalen Eindruck. Im Kontrast dazu stehen die eleganten, höfischen Rokoko-Innenräume.
Das Programm der Residenztage Bayreuth und Sanspareil bietet vom 15. bis 17. Mai 2026 Kulturerlebnisse für alle Generationen. Die Veranstaltungen finden im Markgräflichen Opernhaus, im Neuen Schloss mit Hofgarten sowie in Sanspareil mit dem Morgenländischen Bau, dem Felsengarten und der Burg Zwernitz statt. Karten sind unter anderem an den Museumskassen des Markgräflichen Opernhauses, des Neuen Schlosses und der Burg Zwernitz erhältlich. Das Programmheft liegt an den genannten Kassen sowie bei der Tourist-Information Bayreuth aus und ist auch online verfügbar unterwww.bayreuth-wilhelmine.de.
Text: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat