Hochspezialisiertes Einsatzfahrzeug

Übergabe des neuen Atemschutz-Einsatzfahrzeugs durch den Landrat Klaus Peter Söllner (Bildmitte) an den Kommandanten der Stadtsteinacher Wehr, Manuel Steinl (5.v.l.)

Es ist ein bedeutender Schritt für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Kulmbach: ein neuer Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz stärkt den Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis.

Im Rahmen einer Feierstunde ist der neue Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz offiziell in Dienst gestellt und an die Feuerwehr Stadtsteinach übergeben worden. 

Mit dem hochspezialisierten Fahrzeug wird eine zentrale Komponente des Brand- und Katastrophenschutzes im Landkreis nachhaltig gestärkt.

Investition in Sicherheit

Landrat Klaus Peter Söllner sprach von einem besonderen Moment für den Landkreis: „Schutz und Sicherheit sind ein zentrales Grundbedürfnis der Bevölkerung. Angesichts zunehmend anspruchsvoller Einsatzlagen – von Flächenbränden über Hochwasser bis hin zu schweren Verkehrsunfällen – braucht es neben engagierten Einsatzkräften vor allem moderne und leistungsfähige Technik.“

Die Kosten für den Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz belaufen sich auf insgesamt 650.000 Euro. Davon musste der Landkreis Kulmbach 534.000 Euro an eigenen Mitteln aufwenden. 

Die Investition sei ein klares Bekenntnis zur Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes sowie des Ehrenamts, erklärte Söllner. Mit dem neuen Fahrzeug werde zudem Stadtsteinach als zentraler Standort für Atemschutz- und Strahlenschutzaufgaben im Landkreis weiter gestärkt – ein wichtiger Schritt für eine zukunftsfähige Gefahrenabwehr.

Söllner dankte der Stadt, der tüchtigen Stadtsteinacher Wehr sowie den Landkreisführungskräften, insbesondere den Kreisbrandmeistern Tobias Titze und Matthias Pöhlmann sowie Kreisschirrmeister Jürgen Hochgesang.

Stadtsteinach als bewährter Standort

Kommandant Manuel Steinl erinnerte daran, dass die Feuerwehr Stadtsteinach seit rund 30 Jahren eine zentrale Rolle in der Atemschutzausbildung im Landkreis übernimmt. So betreut die Stadtsteinacher Wehr und teilweise die Wehr der Stadt Kulmbach seit Jahrzehnten schon die Atemschutzübungsanlage des Landkreises Kulmbach.

Bereits seit mehreren Jahren verfügt die Wehr über ein eigenes Fahrzeug für diesen Aufgabenbereich. Mit dem neuen Gerätewagen wird diese Kompetenz nun weiter ausgebaut.

Bürgermeister Roland Wolfrum betonte die gute Zusammenarbeit der Kommunen. Die vom Landkreis beschafften Fahrzeuge seien ein sichtbares Zeichen für den gemeinsamen Einsatz zum Schutz der Bevölkerung, den die Stadt Stadtsteinach auch weiterhin gerne unterstütze.

Schnelle Hilfe im Einsatzfall

Kreisbrandrat Thomas Hoffmann dankte der Feuerwehr Stadtsteinach sowie der Atemschutzlogistik unter Leitung von Kreisbrandmeister Tobias Titze für die Übernahme der Aufgabe. Kurze Wege, moderne Ausstattung und erfahrene Einsatzkräfte sorgen dafür, dass die Spezialkomponente im Einsatzfall schnell wirksam eingesetzt werden kann. Gleichzeitig profitieren Ausbildung und Fortbildung im gesamten Landkreis von der neuen Fahrzeuglösung.

Das Einsatzgebiet des Gerätwagen Atemschutz/Strahlschutz ist vielfältig und reicht von der Messung bzw. Feststellung von atomaren, biologischen oder chemischen Stoffen bis hin zum Transport von Pressluftatmern. Weiterhin ist es möglich, auch bei Brandeinsätzen benutzte/verunreinigte Atemschutzgeräte bereits an der Einsatzstelle zu tauschen.

Dafür sind unter anderem Atemschutzgeräte der neusten Generation, Chemikalienschutz- und Kontaminationsanzüge sowie verschiedene Messsysteme an Bord.

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