Zahl der Einbürgerungen 2022 gegenüber 2021 fast verdreifacht

Im vergangenen Jahr sind im Landkreis Kulmbach insgesamt 112 Personen aus 22 Nationen eingebürgert worden – knapp dreimal so viele wie im Vorjahr.

Die meisten waren zuvor Staatsangehörige Syriens (47), der Türkei (11) und Rumäniens (7). Jeweils fünf Personen stammten aus dem Kosovo, Italien und dem Irak.

Die Zahl der Eingebürgerten aus Syrien hat sich gegenüber dem Jahr 2021 mit damals 13 Eingebürgerten fast vervierfacht. Viele Syrerinnen und Syrer, die ab dem Jahr 2015 als Schutzsuchende nach Deutschland kamen, konnten sich inzwischen erfolgreich integrieren und erhielten nun die Möglichkeit zur Einbürgerung.

Eingebürgerte setzen starkes Zeichen

„Unsere neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger verbindet, dass sie hier im Landkreis Kulmbach im Herzen Oberfrankens ein Zuhause, eine Heimat gefunden haben. Dabei ist Heimat nicht nur ein Ort, Heimat ist ein Gefühl der Geborgenheit und des Angekommenseins“, betont Landrat Klaus Peter Söllner. „Mit dem Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit setzen unsere Neubürgerinnen und Neubürger ein starkes Zeichen. Sie bekennen sich zum Rechtsstaat und zu unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Mit der Einbürgerung stärken unsere Neubürgerinnen und Neubürger unsere Demokratie“, so Söllner weiter.

Hintergrund

Eine Einbürgerung muss beantragt werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Einbürgerungsverfahrens erhält die Ausländerin bzw. der Ausländer durch Aushändigung einer Einbürgerungsurkunde die deutsche Staatsangehörigkeit.

Welche Kriterien müssen erfüllt werden?

Für eine Einbürgerung in den deutschen Staatsverband muss die Identität des Antragstellers geklärt sein und er muss eine bestimmte Aufenthaltserlaubnis besitzen (z. B. ist ein Aufenthalt zum Studium für eine Einbürgerung nicht ausreichend). Zudem darf keine Verurteilung wegen einer Straftat vorliegen. Durch einen Einbürgerungstest müssen die erforderlichen Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie der Lebensverhältnisse in Deutschland nachgewiesen werden. Außerdem müssen die Antragsteller die Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift auf dem Niveau B 1 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen nachweisen und sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland bekennen.

Eine weitere Voraussetzung für die Einbürgerung ist die eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts für sich und unterhaltsberechtigte Angehörige.

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