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Klimaschutz

Regionalkonferenz für Kommunen zum Thema "Energetische Modernisierung kommunaler Gebäude"

Veranstaltung der Regierung von Oberfranken am 18. Oktober 2016 in Kulmbach

„Energetische Modernisierung kommunaler Gebäude“. Unter diesem Thema fand am 18. Oktober 2016 die 3. Regionalkonferenz im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes Kulmbach statt. Die energetische Modernisierung kommunaler Gebäude besitzt für alle Kommunen eine besondere Relevanz – nicht zuletzt aufgrund des hohen Energieverbrauchs von unsanierten Objekten, die in der Regel einen wesentlichen Kostenfaktor darstellen. Worauf können Kommunen bei der Sanierungsplanung achten? Antworten darauf gab die Regierung von Oberfranken bei ihrer Regionalkonferenz im Landratsamt Kulmbach, die sie gemeinsam mit dem Bayerischen Gemeindetag und in Kooperation mit dem Klimaschutzmanagement des Landkreises Kulmbach, der Energieagentur Oberfranken bzw. der Energieagentur Nordbayern aus Kulmbach, sowie der Bayerischen Architektenkammer und der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau durchgeführt hat.

Kulmbachs Landrat, Klaus Peter Söllner, hieß nicht nur namhafte Fachleute als Referenten der Veranstaltung, sondern auch die Regierungspräsidentin Oberfrankens, Heidrun Piwernetz und den Vorsitzenden des Bezirksverbandes Oberfranken des Bayerischen Gemeindetages, Egon Herrmann, im Landratsamt willkommen. Zur Eröffnung betonte der Landrat, dass die Einsparung von Energie aufgrund der Ressourcenknappheit  und vor allem der steigenden Preise wegen gerade auch für die kommunalen Gebietskörperschaften zur wirtschaftlichen Notwendigkeit wird und der Landkreis Kulmbach daher sehr gerne Gastgeber und Kooperationspartner einer derart bedeutsamen Regionalkonferenz ist.

Ziel der Konferenz mit rund 100 Vertretern der oberfränkischen Kommunen war es, die Möglichkeiten und Voraussetzungen aufzuzeigen, die Energetische Modernisierungsmaßnahmen, speziell auf kommunale Gebäude bezogen, mit sich bringen. Hierfür wurde die Expertise der geladenen Redner aus den Bereichen Architektur, Energieberatung, Ingenieurwesen und Energiekoordination genutzt um einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz machte deutlich, dass die Energiewende gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen stattfinden müsse und die Kommunen dabei die zentrale, motivierende und koordinierende Funktion übernehmen müssten. Die Energieeinsparung führe nicht nur zu einer Entlastung der kommunalen Haushalte, sondern sei auch ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz. Aus diesem Grund gäbe es zur Unterstützung auch staatliche Förderprogramme. "Sie können dabei mit gutem Beispiel vorangehen", ermunterte Piwernetz die Vertreter der Kommunen.

In insgesamt acht Fachvorträgen beleuchteten die Gastredner Themen wie „Besondere Anforderungen an historische Gebäude“ und „Energieeffiziente Heizungs- und Lüftungstechnik“. Die Regionalkonferenzen zur Energiewende in Oberfranken werden regelmäßig einmal jährlich fortgeführt.

 

Im Eröffnungsvortrag der Veranstaltung befasste sich Prof. Dipl.-Ing. Clemens Richarz, Vertreter der Bayerischen Architektenkammer, mit der Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtungsweise und den entscheidenden Grundlagen Energetischer Modernisierung. Jürgen Ramming, Gebäudeenergieberater der Energieagentur Oberfranken e.V., setzte sich danach mit der Frage auseinander, ob eine Dämmung das Gebäuderaumklima beeinflussen könne. Im Anschluss daran ging Klaus-Jürgen Edelhäuser, Vertreter des Bayerischen Ingenieurkammer-Bau, auf die besonderen Anforderungen ein, die bei der Modernisierung von historischen Gebäuden berücksichtigt werden müssen. Christian Stenglein, Energieberater der Energieagentur Nordbayern GmbH, gab einen umfassenden Einblick in die Aspekte energieeffizienter Heizungs- und Lüftungstechnik. Danach stellte Dipl.-Wirtsch.Ing. Helmut Zehrfeldt, Sachverständiger der Cimex GmbH, gesetzliche Rahmenbedingungen und Präventionsmöglichkeiten für nachhaltige Betriebssicherheit im Bereich Trinkwasserhygiene vor und ging speziell auf Legionellen, Trinkwasserverordnung und Lösungsansätze ein. Durch Edgar Müller, Kommunalberater Bayernwerk AG Bayreuth, wurden mittels der Darstellung von energieeffizienter Straßenbeleuchtung Wege aufgezeigt, um auf kommunaler Ebene die Energetische Modernisierung voranzutreiben. Wolfgang Böhm, Energieberater der Energieagentur Oberfranken e.V., hob anschließend hervor, dass man im Bezug auf kommunales Energiemanagement aus den Fehlern bereits durchgeführter Projekte lernen kann. Ergänzend machte Alexander Wagner, Energiekoordinator der Regierung von Oberfranken, auf fachmännische Beratung, Umsetzungskonzepte und Förderungsmöglichkeiten für Energetische Modernisierung aufmerksam.

Aus dem abschließenden Resümee von Alexander Wagner und Markus Ruckdeschel, Energieagentur Nordbayern GmbH, ging hervor, dass die Energetische Modernisierung kommunaler Gebäude ein notwendiger Schritt in eine umwelt- und klimafreundlichere Zukunft ist. Um eine effiziente und nachhaltige Umsetzung auf kommunaler Ebene zu gewährleisten sind allerdings Beratung und Planung durch Fachkräfte notwendig.  

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