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Klimaschutz

15 Jahre aktiver Klimaschutz:Jährliche Fortbildung des Landkreises Kulmbach für Hausmeister und umweltbeauftragte Lehrkräfte

Der Landkreis Kulmbach organisiert seit 2000 jährliche Fortbildungsveranstaltungen für Hausmeister und umweltbeauftragte Lehrkräfte in den Themenbereichen Abfall, Wasser und Energie. Initiiert wurden diese Fortbildungsveranstaltungen vom Agenda-Arbeitskreis "Schule und Umwelt" unter der Federführung von Gabriele Döppmann u. Ingrid Flieger in Kooperation mit der Energieagentur Nordbayern.

Seit dem Beschluss des Kreistags des Landkreises Kulmbach im Jahre 2007 für eine verstärkte Klimaoffensive sowie der Einrichtung des Klimaschutzmanagements zum 1.10.2012 wurde der Schwerpunkt fokussiert auf die Handlungsfelder Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien.

Die Hausmeister und umweltbeauftragten Lehrkräfte sind gefragte Ansprechpartner in der Schule zur Abfallvermeidung, Abfallverwertung, Abfallentsorgung, Wassersparen und Energieeinsparung.
Für ein erfolgreiches Abfallwirtschaftskonzept ist die Mitarbeit aller Beteiligten unerläßlich und ein Grundwissen mit erforderlich. Besichtigt wurde bereits das Müllheizkraftwerk Schwandorf, die Müllumladestation in Kulmbach, das Altglas-Recycling bei Wiegand-Glas in Steinbach am Wald und das Recycling von PUR-Schaumdosen bei der Fa. PDR in Thurnau.

Außerdem wurden verschiedene Referate zu den unterschiedlichsten abfallwirtschaftlichen Themen wie Elektronikschrott, Sperrmüllentsorgung, Problemabfälle, Biotonne, Grüngutkompostierung, etc. angeboten.
Im Zeichen der Energiewende und des kommunalen Energiemanagements werden auch vermehrt Kenntnisse in den Bereichen Energieversorgung, Energieeffiziente Heizungstechnologien und Gebäudestandards von Hausmeistern und Lehrkräften gefordert.

Der Landkreis Kulmbach hat bei der Einführung des kommunalen Energiemanagements Schulungen im Heizungslabor des Berufl. Schulzentrums durchgeführt - Themenschwerpunkt war u.a. der hydraulische Abgleich bei Heizungsanlagen.

Weitere Themeninhalte der Schulungen waren bisher z.B. innovative Beleuchtungstechnik, die Besichtigung des Biomasseheizwerks der C.v.L. Realschule, die Wärmepumpentechnik mit Besichtigung der Fa. alpha-innotec u. Glen Dimplex - in Schulungsräumen der Firmen Schwender u. Buderus wurden die theoretischen Grundlagen zur Solarthermie und Photovoltaik erläutert. Bei verschiedenen Fortbildungen lag der Schwerpunkt auch auf Technik und Funktionsweise der Blockheizkraftwerke. Wir besichtigten z.B. das BHKW der Hans-Edelmann Schule in Kooperation mit den Stadtwerken Kulmbach u.der Energieagentur Oberfranken/Nordbayern.

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ist eine modular aufgebaute Anlage zur Gewinnung elektrischer Energie und Wärme, die vorzugsweise am Ort des Wärmeverbrauchs betrieben wird, aber auch Nutzwärme in ein Nahwärmenetz einspeisen kann. Sie setzt dazu das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung ein.
2015 nun sind wir zu Gast bei der Fa. Franken Maxit, die im Jahre 2006 den Innovationsförderpreis des Landkreises Kulmbach für die Entwicklung des Solarputzes mit Entwicklung der Solarfarben erhalten hat. Außergewöhnlich und beeindruckend die Innovationskraft der Fa. Franken Maxit. Aber nicht nur diese Entwicklung wird uns heute präsentiert, sondern auch der neue, im Bau befindliche Kalkofen.

Hier wird die gesamte Druckluft für beide Firmen erzeugt. Mit der Abwärme aus der Kompressorstation werden ab Frühjahr 2016 die Bürogebäude beheizt. So kann neben der Effektivitätssteigerung bei der Drucklufterzeugung durch den Einsatz moderner Kompressoren auch noch Heizenergie eingespart werden.

Über ein weiteres zukunftsweisendes Projekt werden wir ebenfalls informiert. Zur Sicherstellung der Energieversorgung wurden eine neue Mittelspannungs-Übergabestation und zwei neue Trafostationen errichtet. Die alten Transformatoren wurden durch leistungsfähige, hoch effiziente Bauteile ersetzt. Damit wird die Stromversorgung der beiden Firmen für die nächsten Jahrzehnte abgesichert.

Im Vergleich zu unseren derzeitigen Öfen ist es mit diesen sogenannten Gleichstrom-Gegenstrom-Regenerativ-Öfen möglich, den Primärenergieeinsatz um über 20 % zu senken. Darüber hinaus bietet der Ofen auch im Hinblick auf die Energiepreise ein Höchstmaß an Flexibilität, da diese Technologie erlaubt, theoretisch nahezu alle gasförmigen und staubförmigen Brennstoffe zu verfeuern.

Als weiterer Schwerpunkt der diesjährigen Fortbildung wird heute Nachmittag der im Bau befindliche Windpark Thurnau besichtigt. Regenerativ erzeugte Energien verbessern unsere Klimaschutzbilanz und wir schonen damit konsequent und zielgerichtet unsere Ressourcen. Sonne, Wind, Wasser und Erde sind unbegrenzt vorhanden, wir müssen sie nur sinnvoll zur Wärme- und Energieerzeugung einsetzen.
Fortbildung und Schulung sind die Erfolgsfaktoren für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und Umwelt, sowie für einen sparsamen Umgang mit unseren Ressourcen.

Schaffen wir gemeinsam eine Wissensplattform
für steigende Energieeffizienz,
für wertvollen Einsatz unserer regenerativ erzeugten Energien
für eine nachhaltige Strom- und Wärmeerzeugung und für vieles mehr!

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