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Sammlung von Problemabfällen aus Haushaltungen

Der Landkreis Kulmbach sammelt seit 1984 Problemmüll getrennt von Hausmüll ein. Neben der monatlichen Sammlung (erster Samstag im Monat, 9.00-12.00 Uhr, Industriegebiet "Am Goldenen Feld" in Kulmbach, unterhalb der Müllumladestation) werden jährlich ca. 130 Sammelstellen in den Landkreisgemeinden und den Ortsteilen der Stadt Kulmbach von einem mobilen Sammelfahrzeug angefahren. So können Haushalte ihren Problemmüll fast vor der Haustür loswerden. Mit Ausnahme von Altöl, Autobatterien und Altreifen erfolgt die Annahme kostenlos. Wegen der begrenzten Ladekapazität des mobilen Fahrzeugs und aus organisatorischen Gründen können Problemabfälle aus dem nichtprivaten Bereich (Gewerbe- und Handwerksbetriebe, Handel, Dienstleister, öffentliche Einrichtungen, usw.) bei den Problemmüllsammelstellen für Haushaltungen nicht angenommen werden. 

Tipps zum Umgang mit Problemabfällen

Fast jeden Tag gehen wir mit Stoffen um, die nach dem Verbrauch zum Problemmüll werden. Hierzu gehören Alleskleber, Batterien, Chemikalien aus Experimentierkästen und Fotolabors, Neonröhren, Quecksilber (z.B. in Schaltern, Thermometer), Lacke und Farben, Verdünner, Lösungsmittel wie Benzin, Spiritus, Tri, Aceton, Säuren, Laugen und Abbeizmittel, Frostschutzmittel, Bremsflüssigkeit, Rohrreiniger, Pflanzen- und Holzschutzmittel, Imprägnierungsmittel, Spraydosen mit Inhalt, Öl und vieles mehr. Auch Medikamente gehören dazu, soweit sie nicht an die Apotheke zurückgegeben werden. Um Gesundheitsschäden und Umweltgefahren zu verhindern, dürfen Sie solche Produkte nicht in die Restmülltonne werfen und schon gar nicht in die Toilette kippen. Bitte liefern Sie die Problemabfälle stattdessen bei den Annahmestellen für Problemmüll ab. Dort wird sich sachkundiges Personal darum kümmern. Die Abfälle werden sortiert und fachgerecht der schadlosen Beseitigung oder Wiederaufbereitung zugeführt.

Wichtig ist, dass die Behältnisse immer gut verschlossen und möglichst original verpackt abgegeben werden. So können Unfälle vermieden und die Stoffe leicht aussortiert werden. Um gefährliche chemische Reaktionen zu verhindern, dürfen die Sonderabfälle auf keinen Fall zusammengeschüttet werden. 

Nehmen Sie bei der Anlieferung bitte Rücksicht auf unsere Kinder und die Umwelt! Geben Sie Ihre Sonderabfälle nur in die Hände der Fachleute vor Ort und stellen Sie niemals Abfälle unbeaufsichtigt oder außerhalb der Sammelzeiten ab.

Tipps zur Vermeidung von Problemmüll

  • Kaufen Sie möglichst nur umweltfreundliche Produkte. Eine wichtige Hilfe bei der Auswahl sind der "blaue Umweltengel" und die "Gefahrenzeichen" auf der Verpackung. Der blaue Umweltengel kennzeichnet solche Produkte, die, falls nicht ganz schadstofffrei, zumindest schadstoffarm sind oder umweltfreundlich hergestellt wurden. Für fast alle Bereiche aus dem Alltag gibt es mittlerweile Ersatzprodukte, die mit dem Umweltengel ausgestattet sind. Zum Beispiel: Dispersionsfarben für den Innenanstrich, Holzlasuren, Reinigungsprodukte, Büro- und Schreibutensilien. Gefahrenzeichen sind Warnhinweise! Sie machen auf Inhaltsstoffe aufmerksam, die gesundheitsschädigende oder umweltgefährdende Auswirkungen haben. Zu den meist bekannten Gefahrenzeichen gehören der Totenkopf (giftig), die Flamme (leichtentzündlich), das Andreaskreuz (reizend) und das Reagenzgläschen mit Hand (ätzend).
  • Die Gefahrenzeichen verlieren allerdings ihre Bedeutung, sobald die Behältnisse gebrauchsüblich entleert sind! Das heißt, z. B. Farb- und Lackeimer, Spraydosen oder Spiritusflaschen mit solchen Gefahrenzeichen sind - wenn leer und trocken - kein Problemmüll mehr, sondern können ohne Weiteres über den "Gelben Sack" (Kunststoffbehältnisse) oder die Alu-/Weißblechcontainer (Metallbüchsen) entsorgt werden. Die Behältnisse müssen auch nicht ausgespült werden.
  • Bei Produkten, die später mal zum Problemmüll werden können, sollte darauf geachtet werden, dass nur soviel eingekauft wie auch wirklich benötigt wird. Im Jahr 2000 wurden bei unseren Problemmüllsammlungen z.B. mehr als 16.000 kg Dispersionsfarben und fast 23.000 kg lösungsmittelhaltige Farben und Lacke eingesammelt. Tendenz steigend! Der Landkreis zahlte allein für ihre Entsorgung schon 20.000 €, dazu kommen noch die Sammel- und Transportkosten. Die gängigsten Farben kann man mittlerweile fast überall in gleicher Qualität nachkaufen. Hamsterkäufe für spätere Renovierungsarbeiten braucht man heutzutage nicht mehr.
  • Solange Dispersionsfarben keinem Frost ausgesetzt werden, kann man sie gut verschlossen jahrelang ohne Qualtitätsverlust aufbewahren. Angebrochene Lackbüchsen kann man gegen Austrocknen schützen, indem man sie gut verschlossen und kopfüber aufbewahrt. Komplett ausgehärtete Farben und Lacke können über die Restmülltonne entsorgt werden, weil die "gefährlichen" Lösungsmittel beim Eintrocknen bereits verdampft sind.
  • Im Handel werden immer öfter lösungsmittelfreie Farben und Lacke auf Wasserbasis angeboten (siehe Beschriftung auf der Verpackung). Reste solcher Produkte, insbesondere die Dispersionsfarben, sind kein Problemmüll und gehören in die Restmülltonne. Vorher soll man aber die Farbeimer an einer gesicherten Stelle im Freien austrocknen lassen. So gibt es keine Farbkleckse auf der Straße nach der Müllabfuhr. Aber Vorsicht! Flüssige oder breiige Farb- und Lackreste, die Lösungsmittel enthalten, darf man nie gezielt austrocknen lassen, weil die Dämpfe sehr gesundheitsschädlich sind. Solche Stoffe müssen immer zu der Problemmüllsammlung gebracht werden.
  • Reste von Körperpflegemittel und Kosmetika gehören genauso wie alle nichtaggressiven Haushaltsreiniger und Waschmittelreste in die graue Restmülltonne. Dagegen sind Rohrreiniger, Nagellackentferner, Pinselreiniger, Brennspiritus und teilgefüllte Spraydosen unter Druck typische Problemabfälle.
  • Auch PU-Schaumdosen - ob leer oder teilgefüllt - sollen immer zu den Problemmüllsammelstellen gebracht werden. Von hier werden sie zu der Firma P.D.R in Thurnau verschickt, wo die Dosen in einer speziellen hochtechnischen Anlage zerlegt und fast komplett recycelt werden.
  • Für Glühbirnen gibt es derzeit noch keinen vernünftigen Verwertungsweg. Nachdem sie harmlos sind, gehören sie in die Restmülltonne. In den Glascontainer dürfen sie aber auf keinen Fall.
  • Dagegen enthalten Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen - auch die neuen in Glühlampenform - gefährliche Inhaltsstoffe und müssen immer zur Problemmüllsammlung gebracht werden.
    Geht mal eine in der Wohnung zu Bruch, soll man immer gleich die Fenstern öffnen und ausreichend lang durchlüften, bis die Quecksilberdämpfe verschwunden sind.
  • Die Hersteller und Vertreiber von Trockenbatterien sind gesetzlich verpflichtet, diese kostenlos zurückzunehmen und umweltgerecht zu entsorgen. Bringen Sie Einwegbatterien bitte zuerst zurück zur Verkaufsstelle. In allen Geschäften, welche Trockenbatterien verkaufen, muss eine Batteriesammelbox aufgestellt sein. Diese steht meist in der Nähe der Kasse. Sollten Sie keine Sammelbox finden, fragen Sie bitte beim Verkaufspersonal nach. Dabei ist es übrigens unwichtig, ob die alten Batterien auch dort gekauft wurden oder man neue Batterien kauft. Neben der Rückgabemöglichkeit in den Verkaufsstellen gibt es im Landkreis noch 80 Batteriesammelbehälter an öffentlichen Plätzen und die Problemmüllsammlungen. Es dürften also keine Batterien mehr in der Mülltonne landen. Besser noch ist es natürlich, wenn Sie auf Wegwerfbatterien ganz verzichten und gleich wiederaufladbare Batterien verwenden.

Altöl, Reifen und Autobatterien müssen bezahlt werden

  • Bringen Sie Altöl bitte zurück zur Verkaufsstelle. Jeder Vertreiber von Motorenöl ist verpflichtet, Altöl in der gleichen Menge zurückzunehmen, die er an Sie verkauft hat. Bewahren Sie deswegen immer den Kassenzettel auf. Übrigens sind die Kosten für die Entsorgung von Altöl schon im Einkaufspreis enthalten. Bringen Sie aber das Altöl dennoch zur Problemmüllsammlung, bezahlen Sie ein zweites Mal.
  • Beim Kauf neuer Reifen sollte darauf geachtet werden, dass die alten Reifen zurückgegeben werden können. Zusätzliche Reifen können bei jedem Reifenhändler gegen ein kleines Entgelt abgegeben werden. Bei den Problemmüllsammlungen zahlen Sie auf jeden Fall stückweise und mehr als beim Händler. Und beim Sperrmüll werden Altreifen auch NICHT mitgenommen.
  • Beim Kauf einer Autobatterie wird seit Oktober 1998 ein Pfand in Höhe von 7,50 € erhoben, falls Sie Ihre alte Autobatterie nicht mitbringen. Wie bei den Trockenbatterien ist es unwichtig, welche Marke die Batterie hat und wo sie vorher gekauft wurde. Das Pfand können Sie allerdings nur zusammen mit einer alten Batterie und dem Beleg oder der Pfandmarke im gleichen Geschäft wieder einlösen, wo sie es bezahlt haben. Sollten Sie zuhause noch mehrere Autobatterien haben, werden diese natürlich auch gerne von Ihrer Autowerkstatt kostenlos zurückgenommen. An der Problemmüllsammelstelle ist die Entsorgung momentan ebenfalls kostenfrei.

derzeitige Preise:

1 Liter Altöl0,30 €
1 Reifen ohne Felge1,50 €
1 Reifen mit Felge3,50 €
Autobatteriemomentan kostenlos

Haben Sie zusätzliche Fragen zur richtigen Entsorgung einzelner Stoffe?
Wenden Sie sich bitte an die Abfallberatung des Landkreises, Telefon: 09221 / 707 -199, -151 oder -109