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Der Landrat und das Schlossgespenst

109 Kinder aus dem Kulmbacher Land verbrachten am Donnerstag, den 14.08., einen tollen Tag mit Landrat Klaus Peter Söllner im Schloss Thurnau.

Der Ferienpass des Landkreises Kulmbach lässt kaum einen Wunsch offen, da sich zahlreiche Vereine, Verbände und Institutionen daran beteiligen. Auch Landrat Klaus Peter Söllner lässt es sich nicht nehmen, jedes Jahr mit einer Aktion für Kinder darin vertreten zu sein.

In diesem Jahr benötigte er die Hilfe der Kinder, um das Geheimnis eines Schlossgespenstes in Thurnau zu lüften. Das Schlossgespenst hielt seit Wochen die Anwohner des Schlosses Thurnau mit seinem Geheule nachts wach. Dabei jammere es immer, es hätte den Landrat in der Zeitung gesehen und der sehe ihm ja so ähnlich. Vielleicht könne der Landrat es ja endlich erlösen, denn es weiß nicht mehr, wie es heißt und wo es herkommt. Und bekanntermaßen können Gespenster nur ihre Ruhe finden, wenn sie wissen, wie sie heißen und wo sie herkommen.

109 Kinder stellten sich schließlich im Schloss Thurnau der Herausforderung, die Herkunft und Identität des Gespenstes zu ergründen. Überall im Schloss Thurnau galt es für die Kinder, insgesamt 13 Aufgaben zu lösen. Wurde eine Aufgabe gelöst, erschien auf wundersame Art und Weise das Versteck eines Tagebucheintrages des Schlossgespenstes.

Eine Aufgabe bestand darin, eine Tunika anzuziehen, ohne die Hand des Nebenmannes loszulassen. Bei einer weiteren Aufgabe musste im „vollen Galopp“ mit dem Schwert bei einer Zielscheibe ins Schwarze getroffen werden.

„Um die Ecke“ denken mussten die Kinder im Silbergewölbe. In einer Schatztruhe war einer der begehrten Tagebucheinträge verborgen. Nur wenn sie eine der kniffligen Fragen gelöst hatten, konnten sie einen der vielen Schlüssel ausprobieren, bis dann endlich der richtige aufschloss.

Nachdem alle Tagebucheinträge gefunden waren, galt es diese auch noch zusammenzusetzen, denn leider war jede Tagebuchseite in mehrere Teile zerrissen.

Am Ende stand jedoch fest: Das Gespenst ist Kunibert von und zu Söllner aus Stadtsteinach. Er stürzte bei einem Fest im Schloss Thurnau die Treppe hinab und kam zu Tode. Unglücklicherweise fiel er dabei auch auf den Kopf, sodass er sein Gedächtnis verlor.

Landrat Klaus Peter Söllner ließ es sich nicht nehmen, mit den Kindern durch das Schloss Thurnau zu streifen und ihnen tatkräftig unter die Arme zu greifen. Als Lohn für ihre Mühen und dafür, dass sie endlich seinen lange verschollenen Vorfahren identifiziert haben, erhielten die Kinder eine Taschenlampe. Hiermit können sie auch zu Hause Gespenster jagen.

Auch der Thurnauer Bürgermeister Martin Bernreuther war mit von der Partie und verteilte an die erschöpften Gespensterjäger ein Eis.

Diese Aktion so besonders machte vor allen Dingen auch die Tatsache, dass die Kinder in Bereiche des Schlosses Thurnau vordringen durften, die noch nicht renoviert sind. Sie sind natürlich als Kulisse für ein Schlossgespenst perfekt.

Hier galt der Dank von Landrat Klaus Peter Söllner vor allen Dingen dem Kastellan Ralf Wirth und Dr. Jürgen Meins von der Giech‘schen Spitalstiftung. Sie öffneten die Pforten von Schloss Thurnau und ermöglichten so den Kindern einen unvergesslichen Tag.

Und auch die Anwohner des Schlosses in Thurnau melden nur Erfreuliches. Seit dem Aktionstag ist ihre Nachtruhe wieder ungestört.

Der Aktionstag in Bildern