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Mikrofonds "Ehrenamtliche Geflüchtetenarbeit im Landkreis Kulmbach" - erneut aufgefüllt ab 01.01.2019

Dank einer großzügigen Spende der Adalbert-Raps-Stiftung gibt es seit Oktober 2016 den "Mikrofonds Ehrenamtliche Geflüchtetenarbeit im Landkreis Kulmbach". Er wurde zum 01.01.2019 erneut mit insgesamt 5.000 Euro aufgefüllt und kommt direkt und unbürokratisch ehrenamtlich getragenen Kleinstprojekten, Sprachförderkursen und Qualifizierungsmaßnahmen für Helfer in der Arbeit mit Geflüchteten zugute. In Zusammenarbeit zwischen der Adalbert-Raps-Stiftung und dem Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (KoBE) des Landkreises wurden niedrigschwellige Förderrichtlinien entwickelt, die dafür den Gestaltungsspielraum bieten.

Nutzen können den neuen Förderpool alle Organisationen, die sich im Rahmen bürgerschaftlichen Engagements innerhalb des Landkreises Kulmbach in der Flüchtlingshilfe engagieren, wie z. B. Asyl-Helferkreise, Initiativgruppen in der Flüchtlingsarbeit, Kirchengemeinden oder Vereine. Darüber hinaus sind auch Einzelpersonen, die sich ehrenamtlich im Rahmen von Nachbarschaftshilfe bzw. als Willkommens- bzw. Integrationslotsen einsetzen, angesprochen.

Pro Projekt können bis zu 125,00 Euro abgerufen werden. Auch Kleinstbeträge sind möglich. Grundgedanke des Förderpools ist der, dass es keinem ehrenamtlichen Helfer/keiner ehrenamtlichen Helferin zugemutet werden soll, Sachkosten aus eigener Tasche zu finanzieren. In der Tat fehlen für lokale Initiativen oder Kleinprojekte in der Flüchtlingshilfe häufig anderweitige Finanzierungsmöglichkeiten, weil die Begleitung von Mensch zu Mensch erfolgt, möglicherweise das Dach eines Vereins oder Verbandes fehlt oder bestimmte Mindestausgaben nicht erreicht werden. Diese Lücke soll der Förderpool schließen.

So sind zum Beispiel ehrenamtliche Sprachkurse förderfähig, soweit sie nicht anderweitig gefördert werden. In diesem Zusammenhang werden z. B. Sachkosten für Bücher der Kursleitung, Schreibmaterial und Fahrtkosten erstattet. Auch für Kleinprojekte oder Aktionen, die vor Ort das Miteinander und die Integration stärken, ist der Förderpool eine sehr gute Ergänzung. Ob Kunst-, Musik- oder Sportprojekte, Begegnungsfeste, Bewerbungshilfe oder -training, interkulturelle Kochgruppen, Schwimmkurse, Fahrradkurse, gemeinsame Ausflüge - ein Finanzierungsbeitrag aus dem Förderpool kann helfen, gute Ideen in die Tat umzusetzen. Darüber hinaus sollen auch Fortbildungsmaßnahmen für Ehrenamtliche in den Asyl-Helferkreisen im Rahmen des neuen Angebotes finanzielle Unterstützung erfahren.

"Die große Welle der Menschen, die seit 2015 auf der Suche nach Sicherheit in einer neuen Heimat auch unsere Region erreicht haben, ist zwar abgeebbt. Nichtsdestotrotz bleibt der Bedarf an Unterstützung für diese Menschen hochaktuell", stellt Stiftungsvorstand Frank Alexander Kühne fest. Gerade in der Arbeit mit Geflüchteten sei unmittelbare Hilfe von Mensch zu Mensch gefragt. In und um Kulmbach bringen sich zahlreiche Ehrenamtliche ein, um diesen Menschen die Hand zu reichen. "Der gesellschaftliche Wert dieser Arbeit ist immens", so Kühne weiter.

Genau hier setzt der Mikrofonds der Adalbert-Raps-Stiftung an: Ganz unkompliziert und unbürokratisch können kleinere Summen für Ausgaben von Ehrenamtlichen abgerufen werden. Landrat Klaus Peter Söllner hebt die Bedeutung für die Helfer hervor: "Der von der Adalbert-Raps-Stiftung eingerichtete Fonds hat sich als Erfolgsmodell erwiesen. Mit seiner Hilfe konnte eine Lücke wertvoll und sinnvoll geschlossen werden, denn engagierte Bürgerinnen und Bürger dürfen finanziell nicht noch zusätzlich belastet werden. Der Mikrofonds gibt ihnen hier den nötigen Gestaltungsspielraum". Integration sei dabei keine punktuelle Aufgabe, sie sei ein auf Dauer angelegtes, gesamtgesellschaftliches Projekt. "Deshalb freuen wir uns sehr über die Entscheidung der Adalbert-Raps-Stiftung, den Fonds für die ehrenamtliche Geflüchtetenarbeit wieder aufzufüllen. So erhalten engagierte Menschen aus der Region Sicherheit und Perspektiven für ihre weitere Tätigkeit", so Landrat Söllner weiter.

Mittel aus dem Förderpool können über das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (KoBE) am Landratsamt Kulmbach beantragt werden.

Förderrichtlinien und Antragsformular

PDF Förderrichtlinien

PDF Antragsformular