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Geflügelpest / Aviäre Influenza (AI)

Derzeit ist die Ausbreitung der Geflügelpest (HPAI) – auch Vogelgrippe genannt – verstärkt in der Wildvogelpopulation zu beobachten und damit die verbundene Gefahr des Eintrages in Geflügelbestände. In einigen Fällen in Bayern ist dieser Eintrag in Hausgeflügelbestände bereits erfolgt.

Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen ist in Deutschland bislang nicht bekannt geworden. Enger Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel sollte vermieden und tot aufgefundene Wildvögel sollten nicht berührt oder bewegt werden. Beim Verzehr von Geflügelfleisch besteht unter Einhaltung der üblichen Küchenhygienemaßnahmen für den Verbraucher keine Gefahr.

Vogelgrippe im Landkreis Kulmbach

Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet werden aufgehoben


Das Landratsamt Kulmbach gibt bekannt, dass der aufgrund des Geflügelpestausbruches in einer Hobbygeflügelhaltung in der Gemeinde Neudrossenfeld angeordnete Sperrbezirk wie auch das Beobachtungsgebiet mit Wirkung zum 12. April 2021 per Allgemeinverfügung aufgehoben werden. Das Geflügel des betroffenen Seuchenbestands, das nicht schon verendet war, wurde getötet und unschädlich beseitigt. Die Grobreinigung/Vordesinfektion wurde in der betroffenen Tierhaltung am 12.03.2021 amtlich abgenommen.

Die darüber hinaus notwendigen Untersuchungen im Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet wurden vorgenommen und ergaben keinen Hinweis auf eine Ausbreitung des HPAIV aus dem Seuchenobjekt heraus. Damit dürfen auch lebendes Geflügel, Eier und Geflügelfleischprodukte aus diesen Gebieten wieder abgegeben werden.

Aufgrund des anhaltenden Geflügelpestgeschehens sowohl bei Wildvögeln als auch bei gehaltenem Geflügel gilt jedoch weiterhin die für ganz Oberfranken festgelegte Aufstallpflicht, die am 10. März auch für den gesamten Landkreis Kulmbach angeordnet wurde. Ebenso gelten weiterhin die erhöhten Biosicherheitsmaßnahmen für kleine Geflügelhaltungen (bis 1000 Stück Geflügel), die am 01. Februar angeordnet wurden.Eine Aufhebung dieser beiden Anordnungen kann erst nach einer entsprechend günstigen Risikobewertung durch das FLI bzw. das LGL erfolgen.

Die Aufstallpflicht bedeutet allerdings nicht, dass alle Tiere in einem festen Stall eingesperrt werden müssen. Auch eine vor Wildvögeln geschützte Unterbringung in einer Außenfoliere ist möglich, sodass die Tiere weiterhin in den Genuss von Tageslicht und Freiluft kommen können. Eine solche Schutzvorrichtung muss seitlich gegen ein Eindringen von Wildvögeln gesichert sein (z.B. durch ein Gitter/Netz mit einer Maschenweite bis zu 25 mm) und es muss verhindert werden, dass Vogelkot von oben hineinfallen kann, z. B. durch eine dichte überstehende Abdeckung.

Wichtig sind auch weitere strenge Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen sowie Schuhwerk und Schutzkleidung, die nur im geschützten Geflügelbereich getragen werden. Dazu gehören auch Futter- und Einstreulager, die für Wildvögel nicht erreichbar sind, und das ausschließliche Tränken mit Leitungswasser.

Vollzug tierseuchenrechtlicher Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest

  

  • 28.04.2021: Auf Grundlage der aktuellen Risikobewertung des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist eine bayernweite präventive Stallpflicht zum Schutz vor der Geflügelpest (HPAI) – auch Vogelgrippe genannt – nicht mehr erforderlich. Das Umweltministerium hat die Kreisverwaltungsbehörden deshalb gebeten, die Maßnahmen zum Schutz des Nutzgeflügels an die aktuelle Lage anzupassen. Ab sofort gibt es nur noch eine örtlich begrenzte Aufstallungspflicht bei neuen Nachweisen der Geflügelpest.

    Das Landratsamt Kulmbach erlässt daher diese Allgemeinverfügung zur Aufhebung der Anordnung zur Aufstallungspflicht im Landkreis Kulmbach vom 10.03.2021. Die Biosicherheitsmaßnahmen in einem festgelegten Gebiet zu präventiven Zwecken, die ebenso in der Allgemeinverfügung vom 01.02.2021 angeordnet wurden, bleiben weiterhin bestehen und sind zum Schutz der Haus- und Nutzgeflügelbestände durch die Tierhalter stets zu beachten und strikt einzuhalten.

  • 09.04.2021: Das Landratsamt Kulmbach gibt bekannt, dass der aufgrund des Geflügelpestausbruches in einer Hobbygeflügelhaltung in der Gemeinde Neudrossenfeld angeordnete Sperrbezirk wie auch das Beobachtungsgebiet mit Wirkung zum 12. April 2021 per Allgemeinverfügung aufgehoben werden. Das Geflügel des betroffenen Seuchenbestands, das nicht schon verendet war, wurde getötet und unschädlich beseitigt. Die Grobreinigung/Vordesinfektion wurde in der betroffenen Tierhaltung am 12.03.2021 amtlich abgenommen.

  • 01.02.2021: Zum Schutz der bayerischen Geflügelhaltungen sollen ab sofort verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen für Haus- und Nutzgeflügel bayernweit angeordnet werden. Das hat das Bayerische Umweltministerium aufgrund der bei Wildvögeln vorliegenden Geflügelpestnachweise in Deutschland und Bayern veranlasst. Erforderliche Maßnahmen wurden vom Landratsamt Kulmbach, der zuständigen Kreisverwaltungsbehörden vor Ort, durch diese Allgemeinverfügung  zum Schutz vor der Geflügelpest bekannt gegeben.

Weitere Informationen

Aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Bayern sowie ein Merkblatt für Geflügelhalter und eine Übersicht der betroffenen Gebiete in Bayern, sind auf der Seite des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (www.lgl.bayern.de) unter dem Stichwort ´Geflügelpest´ verfügbar.

Kontakt zum Veterinäramt im Landratsamt Kulmbach

Werden mehrere Vögel an einem Ort tot aufgefunden, wird um eine entsprechende Information des Veterinäramtes unter der Telefonnummer 09221/707-707 oder per Mail an veterinaeramt@Landkreis-Kulmbach.de gebeten.


Das Veterinäramt im Landratsamt Kulmbach weist nochmals auf die grundsätzliche Verpflichtung zur Anzeige einer Geflügelhaltung hin: Halter von Hühnern, Truthühnern, Perlhühnern, Rebhühnern, Fasanen, Laufvögeln, Wachteln, Enten und Gänsen, die bislang ihrer Pflicht zur Meldung noch nicht nachgekommen sind, haben die Haltung unverzüglich beim Veterinäramt unter Angabe der erforderlichen Daten anzuzeigen (Name, Anschrift des Halters, Art und Anzahl des im Jahresdurchschnitt gehaltenen Geflügels, Nutzungsart und Standort der Tiere, Betriebsnummer).