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Landkreis Kulmbach Aktuell

Warnung vor erhöhter Waldbrandgefahr - Gefahr auch im Landkreis Kulmbach zum Teil sehr hoch

Aktuell ist die Waldbrandgefahr in weiten Teilen Bayerns, wie auch in Oberfranken und Kulmbach, zum Teil extrem groß. Die Regierung von Oberfranken hat deshalb, und aufgrund der Warnungen des Deutschen Wetterdienstes bis hin zur höchsten Waldbrandgefahrenstufe 5, ab Donnerstag, den 16. Juni 2022 bis einschließlich Sonntag, den 19.Juni 2022 Luftbeobachtungsflüge in Oberfranken angeordnet.

Die derzeitige Trockenheit und der teils niedrige Wasserstand von Gewässern verschärfen die Gefahr von Freiflächen- bzw. Waldbränden und erschweren zudem deren Bekämpfung. Die vorhergesagte Wetterlage der nächsten Tage mit bis zu max. 34⁰C verstärkt die Problematik noch einmal.

Seitens der Alarmplanung durch das Landratsamt Kulmbach ist ein Sonderalarmplan für Freiflächenbrände und Waldbrände aktiviert worden, bei dem im Falle eines Erstalarms zusätzlich 10.000 Liter Löschwasser angefordert werden.

Im Wald gilt jetzt äußerste Vorsicht! Das Landratsamt Kulmbach appelliert deshalb an alle Waldbesucher, sich unbedingt an das geltende Rauchverbot im Wald zu halten und bei Freizeitaktivitäten besonders aufmerksam zu sein. Die Böden sind vielerorts mit trockenen, leicht entzündlichen Zweigen und Nadeln bedeckt. Bereits ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe können ausreichen, um einen folgenschweren Brand auszulösen.

Auch das von Fahrzeugen mit heißen Katalysatoren ausgehende Risiko ist hoch: Schon im Eigeninteresse sollte man keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund parken. Im Einvernehmen mit der Feuerwehrführung empfiehlt das Landratsamt Kulmbach allen Waldbesitzern dringend, bei Waldarbeiten anfallendes Holz, Reisig oder Kronenmaterial nicht zu verbrennen, sondern abzutransportieren oder zu hacken.

Auch Grillen sollte nur auf dafür vorgesehenen Plätzen erfolgen. Geeignete Löschmittel sind in unmittelbarer Nähre des Grillplatzes vorzuhalten.

Darüber hinaus mahnt das Landratsamt Kulmbach, in Abstimmung mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, zur besonderen Vorsicht beim Abbrennen von Sonnwendfeuern.

Feuer, die in Waldnähe (100 Meter oder weniger) abgebrannt werden sollen, sind ab Waldbrandgefahrenstufe 4 nicht mehr zulässig. Auch Sonnwendfeuer an anderen Stellen, insbesondere auf trockenen Wiesenflächen, sind in der aktuellen Situation nicht ungefährlich. Hier sollte vor dem Abbrennen eine Abstimmung mit der Gemeinde oder der örtlichen Feuerwehr erfolgen, um die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen der vorhandenen Gefährdungslage anzupassen.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind zudem aufgefordert, achtsam und umsichtig zu sein. Wer Rauch oder Feuerschein in Wäldern oder auf Freiflächen entdeckt, sollte umgehend über den Notruf 112 die Feuerwehr alarmieren.

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