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Landkreis Kulmbach Aktuell

Verdienstmedaille und Ehrenzeichen an verdiente Bürger des Landkreises Kulmbach

„Das wahrhaft Gute, selbst wenn wir es im Verborgenen tun, zieht seine Kreise, wie wenn wir einen Stein ins Wasser werfen.“ Mit diesem Zitat von Robert Lerch, einem Schweizer Lyriker und Aphoristiker, eröffnete Landrat Klaus Peter Söllner am Mittwochnachmittag die Feierstunde im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes und verlieh hochrangige staatliche Auszeichnungen an eine verdiente Bürgerin und an zwei verdiente Bürger des Landkreises. Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhielt Peter Rösch (Neudrossenfeld) und das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten verlieh Landrat Klaus Peter Söllner an Linda Fischer (Lanzendorf/Himmelkron) und an Günter Zech (Kulmbach).  

Die drei Persönlichkeiten haben sich, wie Landrat Klaus Peter Söllner deutlich machte, mit  ihrem „Tun“ in die Gesellschaft eingebracht und für zusätzliche Lebensqualität gesorgt: „Sie brachten ihre Kreativität und ihre Visionen ein, gestalten unseren Landkreis und geben ihm ein unverwechselbares Gesicht. Sie scheuen sich nicht vor Arbeit, Mühen und Anstrengungen, sondern hatten Freude an der Aufgabe und hinterlassen in den unterschiedlichsten Bereichen bleibende Spuren. Sie alle haben viel Gutes für unsere Gesellschaft und unser Gemeinwesen getan!“ In diesem Zusammenhang verwies der Landrat auch darauf, dass das Ehrenamt im Landkreis Kulmbach einen extrem hohen Stellenwert hat. So liegt die Engagement-Quote nach dem aktuellen Freiwilligensurvey im Landkreis bei mehr als 50 Prozent. Das ist nach den Worten Landrat Söllner absolute Spitze in Bayern und liegt weit über dem Durchschnittswert von 44 Prozent in Deutschland: „Das ist aber nicht nur ein absoluter Spitzenwert und ein enormer Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität in der Region, sondern vor allem ein reicher Schatz, auf den unser Landkreis stolz ist und auf den er bauen kann. Lebensqualität im Kulmbacher Land, geschaffen durch den unermüdlichen Einsatz einer Vielzahl ehrenamtlich Engagierter. Das Ehrenamt prägt unseren Landkreis und gibt ihm ein unverwechselbares, ein markantes Gesicht. Ehrenamtliche schaffen unvorstellbar große und unverzichtbare Werte. Werte, die unser Gemeinwesen tragen und aufrechterhalten.“

Fast jeder Zweite im Landkreis ist im Ehrenamt aktiv, das sagt zumindest die Statistik, wie Landrat Söllner feststellte: „Vor mir sitzen jedoch Persönlichkeiten, die diese Zahlen in Frage stellen, erbringen sie doch gut und gerne die Leistungen und Funktionen von deutlich mehr als drei Ehrenamtlichen.“ Landrat Klaus Peter Söllner sprach von einem großartigen Engagement und von herausragenden Leistungen der zu Ehrenden und verwies dabei auf eine Veröffentlichung in einem Onlinelexikon: „Verdienst wird einer Person zugebilligt, deren Taten oder Wirken über ihre Pflichten hinaus ein besonderer Wert in moralischer Hinsicht zugemessen wird, insbesondere, wenn sie ohne Rücksicht auf die Folgen für das persönliche Schicksal in redlicher Absicht erbracht worden sind.“ Und die Taten, das Wirken und Engagement von Linda Fischer, Peter Rösch und Günter Zech erfüllen diese Definition mit Leben. Sie alle stehen für gelebtes ehrenamtliches Engagement, für Persönlichkeiten, die ihr Leben in den Dienst des Gemeinwohls gestellt haben und mit Sicherheit auch heute noch stellen.

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Peter Rösch
Peter Rösch engagiert sich seit über drei Jahrzehnten in vielfältigen ehrenamtlichen Funktionen für das Gemeinwohl. Er hat sich in beispielgebender und hervorragender Weise eingebracht und sich dabei große Verdienste erworben. In der Kommunalpolitik hat Peter Rösch als Mitglied des Ortsverbandes der Freien Wähler Neudrossenfeld Spuren hinterlassen. Er zog 1996 erstmals in den Gemeinderat seiner Wahlheimat, der Gemeinde Neudrossenfeld, ein. Für seine Gruppierung bekleidete er von 2008 bis 2014 das Amt des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und von 2014 bis 2020 die Position des Fraktionsvorsitzenden. Landrat Klaus Peter Söllner: „Im Laufe seiner Gemeinderatszeit trug er zur äußerst positiven Entwicklung von Neudrossenfeld zu einer modernen Wohngemeinde mit aufstrebender gewerblicher Infrastruktur bei.“ Peter Rösch half mit, viele zukunftsweisende Projekte auf den Weg zu bringen. Nur exemplarisch nannte der Landrat hier die Ortskernsanierung mit dem unter Denkmalsschutz stehenden Brauereigasthof mit eigener Brauerei, dem „Drossenfelder Bräuwerck“, dem dazugehörigen ehemaligem Eishaus, die Schaffung eines Lindenbaummuseums und die Ausweisung neuer Bau- und Gewerbegebiete. Daneben bringt sich Peter Rösch mit großer Leidenschaft aber auch noch in weiteren ehrenamtlichen Funktionen in unterschiedlichen Bereichen und auf verschiedenen Ebenen ein. Seine Leidenschaft und Herzensangelegenheit zugleich ist die Angelfischerei und der Gewässerschutz in der Region. Innerhalb des Bezirksfischereivereins Bayreuth e. V. hat Peter Rösch vor mehr als 30 Jahren die Ortsgruppe Neudrossenfeld-Altenplos gegründet. Er ist nach wie vor „Vorstand, Macher und Schriftführer“ des Vereins.  Ein weiteres Steckenpferd von Peter Rösch ist das Böllern, einer Brauchtumspflege, der er sich mit Leib und Seele verschrieben hat


Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten an Linda Fischer
Die ehrenamtliche Tätigkeit wurde Linda Fischer förmlich in die Wiege gelegt, denn bereits in ihrem Elternhaus wurde ihr ein vielfältiges ehrenamtliches Engagement vorgelebt. Landrat Klaus Peter Söllner bezeichnete es daher als nicht verwunderlich, dass auch sie sich seit über vier Jahrzehnten in vielen Bereichen ehrenamtlich einbringt. So ist in ihrer Heimatgemeinde Himmelkron ihr Name untrennbar mit dem Gartenbauverein Lanzendorf verbunden. Von 1984 bis 2020, also 36 Jahre war sie die 1. Vorsitzende, hat den Verein entscheidend geprägt und zu einem der vielseitigsten und engagiertesten Vereine in der Gemeinde Himmelkron entwickelt. Mit seinen 180 Mitgliedern zählt der Gartenbauverein Lanzendorf zudem auch zu den größten und aktivsten Gartenbauvereinen im gesamten Landkreis Kulmbach. Neben der Betreuung und Beratung von Mitgliedern in Obst- und Gartenbaufragen, kümmert sie sich intensiv um die Pflege und Verschönerung des Ortsbildes von Lanzendorf. Landrat Söllner weiter: „Ein Paradebeispiel hierfür war die Neugestaltung der Brunnenanlage mit Umgriff und der dazugehörigen Brunnenschänke am Griesplatz. Und 25 000 Euro aus dem Vereinsvermögen wurden eingesetzt, um das alte Feuerwehrgerätehaus für eine Nutzung durch den Gartenbauverein herzurichten.“ Auch die Pflege des Brauchtums mit der Aufstellung eines Maibaumes war und ist Linda Fischer wichtig. Bei der sehr erfolgreichen Theatergruppe des Gartenbauvereins ist sie die „Managerin“ und das seit vier Jahrzehnten. Landrat Söllner: „Linda Fischer ist eine äußerst profilierte Persönlichkeit, die sich neben Ihrer Einsatzbereitschaft und Hilfsbereitschaft auch durch Fachlichkeit und ein gesundes Urteilsvermögen auszeichnet. Ihre selbst gesteckten Ziele verfolgt sie mit großem Engagement, Ausdauer und Beharrlichkeit.“  

Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten an Günter Zech  
Seit mehr als 50 Jahren engagiert sich Günter Zech in herausragender und beispielhafter Weise als ehren-amtlicher Tischtennis-Funktionär in verschiedensten Funktionen auf Verbands-, Bezirks- und Kreisebene. Aufgrund seines weitreichenden Engagements im Tischtennissport hat er das Sportleben in diesem Bereich einschneidend mitbestimmt und seine Erfolgsgeschichte begann im Jahre 1957, als er dem ATS Kulmbach als Mitglied beitrat und so zum Tischtennissport kam. Bei seinem Heimatverein brachte er sich unter anderem 8 Jahre lang als Leiter der Tischtennisabteilung ein, trat aber auch als aktiver Tischtennissportler an die grüne Platte und noch bis vor weniger Jahren nahm er an Wettkämpfen teil.“ Sein Einsatz für den Tischtennissport und seine herausragenden Leistungen wurden mit zahlreichen, hohen Auszeichnungen gewürdigt. 1970 stellte er sich und seine Fähigkeiten in den Dienst des Kreisverbands und wurde zum Jugendwart im Spielkreis Bayreuth. Bereits ein Jahr später wurde er Spielleiter der Gruppe Kulmbach und anschließend Kreisvorsitzender, bevor sich 1977 die beiden Spielkreise Bayreuth und Kulmbach wieder zusammenschlossen. 1974 übernahm er zusätzlich die Position des Spielleiters der 2. Herren-Bezirksliga Süd und, nach deren Auflösung ab 2003, die der 2. Herren-Bezirksliga Ost. Landrat Klaus Peter Söllner, früher selbst aktiver Tischtennis-Sportler: „Dieses Amt übte er 44 Jahre lang mit höchster Präzision und Zuverlässigkeit aus.“ Von Juli 2006 bis April 2018 stellte er sich zudem als Bezirksfachwart für Seniorensport in Oberfranken zur Verfügung. Durch sein Fachwissen, seine Kenntnisse und sein umsichtiges Wirken im Seniorenbereich zog er schnell die Aufmerksamkeit der Verbandsspitze in München auf sich. Landrat Söllner abschließend: „Lieber Günter, Du hast es in Deinen unzähligen Funktionen geschafft, den Tischtennis-Sport in unserem Landkreis eine starke Basis zu geben! Du verkörperst gleichzeitig Autorität und Kollegialität!“

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