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Landkreis Kulmbach Aktuell

Klimaschutzmanagement: „Ausgewählte Maßnahme zur Energetischen Sanierung des Flachdachs im Beruflichen Schulzentrum Landkreis Kulmbach“

Projektleitung: Klimaschutzmanagerin Ingrid Flieger in Kooperation mit Reinhard Mötzinger von der Hochbauabteilung

Die Aufgaben des Klimaschutzmanagers orientieren sich an den nachhaltigen Klimaschutzmaßnahmen, die im integrierten Klimaschutzkonzept erarbeitet wurden. Um Klimaschutz, Energieeffizienz, Energieeinsparung und Nachhaltiges Handeln konsequent weiter in den Fokus zu rücken, arbeitet die Klimaschutzmanagerin koordinierend mit den Fachabteilungen des Landratsamtes zusammen.

In allen unseren Liegenschaften werden seit 2000 alle Energie- und Wasserverbräuche im Rahmen unseres Kommunalen Energiemanagements (KEM) von der Energieagentur Nordbayern detailliert erfasst, um sinnvolle Maßnahmen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz zu initiieren und umzusetzen.

Zielgerichtet werden Gebäudesanierungen bei unseren Liegenschaften, die als langfristige Maßnahme in unserem Integrierten Klimaschutzkonzept für die Jahre 2015 - 2030 aufgelistet ist, durchgeführt, obwohl sich der Landkreis Kulmbach in der Haushaltskonsolidierung befindet und Stabilisierungshilfe erhält.

Langfristige Maßnahmen greifen wichtige Entscheidungen zur Energieeffizienz auf, diese werden speziell in der Zukunft getroffen.

Wir als Landkreis Kulmbach haben uns bei der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes bewusst für die Weiterführung der Gebäudesanierungsaktivitäten für alle unsere kommunalen Liegenschaften entschieden.

 

Prägnante Beschreibung der Maßnahme

Das Berufliche Schulzentrum (BSZ) ist eine Liegenschaft des Landkreises Kulmbach. Mehrere Schulen mit unterschiedlichen Fachrichtungen sind unter einem Dach vereint, insgesamt werden 2.400 Schüler unterrichtet und das BSZ ist damit die größte schulische Einrichtung bei uns im Landkreis Kulmbach.

Der Dämmstandard und damit auch der Transmissionswärmeverlust der Bauteile des BSZ entsprechen dem Baualter von 1982. Eine Sanierung ist dringend erforderlich.

Als strategisches, zukunftsorientiertes Leuchtturmprojekt des Landkreises Kulmbach werden Teilflächen des Flachdachs inkl. Lichtkuppeln, Dach und Fassade der Lüftungszentrale des Beruflichen Schulzentrums energetisch saniert und eine extensive Dachbegrünung als weiterer Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels vorgenommen. Diese Dachbegrünung wird zum ersten Mal in dieser Dimension seitens des Landkreises Kulmbach bei einer Sanierung mit geplant und ist somit Vorzeigeprojekt und richtungsweisend für andere Bauprojekte im Landkreis.

Deutlich über die Anforderungen der aktuellen Energie-Einsparverordnung hinaus sollen nach der Sanierung 70% weniger Treibhausgase emittiert werden. Durch die energetische Verbesserung der Teildachflächen besteht auch die Möglichkeit, die Anschlüsse an angrenzende Dachflächen, Übergänge der Dachränder an die Fassade, Lichtkuppelanschlüsse, Anschlüsse der Dachfläche an die Fassade der Lüftungszentrale, sowie die Wandanschlüsse der Tür der Lüftungszentrale, wärmebrückenarm entsprechend DIN 4108-Beiblatt 2 herzustellen.

Somit können auch diese Detailpunkte energetisch und bauphysikalisch verbessert werden. Weiter ist anstelle der Kies-Auflast eine extensive Begrünung der Dachflächen vorgesehen, wodurch es zu weiteren nachfolgend aufgeführten klimatisch positiven Effekten kommen wird:

  • zusätzlicher Energieeinspareffekt gegenüber der vorhandenen Bekiesung, der jedoch in den Berechnungen gem. EnEV und DIN 4108 außer Betracht bleibt
  • CO2-Bindung, bzw. -Umwandlung durch Photosynthese mit ca. 5 kg/m²a, dies entspricht ca. 40 km Fahrtstrecke mit einem Kfz mit CO2-Ausstoß von 120 g/km
  • Regenwasserrückhaltung mit 40 – 80 % des Jahresniederschlages und somit Entlastung der Kanalisation
  • Minderung von Niederschlagsabflussspitzen bei Starkregenereignissen um 50 – 100 % und somit Reduktion von örtlichen Überschwemmungsereignissen
  • Verbesserung des Kleinklimas durch Evaporation mit einem entsprechenden Verdunstungspotenzial
  • Bindung von Staub und Luftschadstoffen mit Herausfilterung von ca. 0,2 kg/m²a an Luft-Schwebeteilchen
  • Erhöhung der Lebensdauer der Dachabdichtung durch verminderte thermische und mechanische Beanspruchung und somit Schonung von Rohstoff-Ressourcen