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Landkreis Kulmbach Aktuell

Elektromobilitätsoffensive des Landkreises Kulmbach

Bei der umweltfreundlichen Gestaltung der Mobilität sind wir alle gefordert und Elektromobilität ist eines der zentralen Themen unserer Zeit, besonders wenn die Themen Klimaschutz, Klimawandel und Mobilitätswende auf der Tagesordnung stehen. Die Kreistagsgremien des Landkreises Kulmbach haben frühzeitig den Einstieg in die Elektromobilität angepackt. Bereits 2012 wurde ein Aktionstag zur E-Mobilität organisiert, 2014 gab es grünes Licht für die Auszubildenden des Landratsamtes, eine Analyse zu erstellen, ob E-Fahrzeuge  im Fuhrpark eingesetzt werden können. Die Auszubildenden gewannen damit den Ausbildungspreis des AK Schule und Wirtschaft.

Im November 2015 hat der Kreisausschuss der Installation einer Ladesäule durch die N-ERGIE auf dem Besucherparkplatz des Landratsamtes Kulmbach zugestimmt, die am 30. August 2016 feierlich eröffnet wurde. Zudem wurde gemeinsam mit dem Partner N-ERGIE für interessierte Städte und Gemeinden ein Modellprojekt zur Errichtung von Ladesäulen initiiert.

Die N-ERGIE übernahm einen Großteil der Kosten für die E-Ladesäule, für die Installation der Ladesäule sowie für die Bereitstellung des Ökostroms zum Laden. Zudem kümmerte sich die N-ERGIE um die Integration in den Ladeverbund+ (ehemals Ladeverbund Franken+). Der von den Gemeinden zu leistende finanzielle Beitrag für die Ladesäule mit 2x22 KW betrug lediglich 1.200,- EUR, lediglich ein Achtel der tatsächlichen Kosten.

Die teilnehmende Modellkommune hatte zwei PKW-Parkplätze bereitzustellen sowie die Beschilderung. Die Kosten für den Anschluss der E-Ladesäule an das Netz des jeweiligen Stromversorgers, Bayernwerk AG oder Stromnetz Kulmbach, wurden ebenfalls von den Kommunen übernommen. Diese fielen sehr unterschiedlich aus, je nachdem wie weit entfernt sich die Ladesäule vom Netzknoten befindet.

Modellkommunen
Himmelkron, Marktleugast, Marktschorgast, Presseck, Stadtsteinach, Thurnau, Wirsberg. Vorerst noch wird der Ladestrom den Nutzern aller von der N-ERGIE errichteten Ladesäulen im Landkreis Kulmbach ohne Verrechnung zur Verfügung gestellt. Zeitgleich untersucht die N-ERGIE die Auslastung aller installierten Ladesäulen bei uns im Landkreis Kulmbach und wird dann gemeinsam mit dem Landkreis über die Einführung des Abrechnungssystems entscheiden.

„Elektromobilität ist zentral, um die regionale Energiewende voranzubringen. Sie bildet deshalb ein wichtiges Element unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Beim Aufbau der Ladeinfrastruktur sind wir ganz bewusst in Vorleistung gegangen und haben Wert darauf gelegt, möglichst flächendeckend Ladestationen aufzubauen. Gemeinsam mit unseren Partnern im Ladeverbund+ betreiben wir aktuell bereits 520 Ladesäulen – Tendenz stark steigend. Besonders erfreulich ist die zunehmende Beliebtheit: Bei 100.000 Ladevorgängen im vergangenen Jahr wurde Ökostrom für rund sechs Millionen emissionsfreie Kilometer abgegeben“, sagt Rainer Kleedörfer, Prokurist bei der N-ERGIE Aktiengesellschaft.

Nun sind unsere bereits installierten Ladesäulen teilweise schon  einige Jahre in Betrieb und uns alle interessiert die Funktionsfähigkeit, die Auslastung, wie sich die Zahlen der zugelassenen E-Fahrzeuge entwickelt haben und wie wir die E-Ladeinfrastruktur weiter ausbauen können.

Alle kommunal errichteten Ladesäulen im Rahmen des Modellprojektes sind fränkische Ladesäulen von der FA. ABL Sursum aus Fürth. Auch wir im Landkreis Kulmbach profitieren von der technisch einwandfrei funktionierenden Ladesäule und hatten bis dato nur einen „Störfall“.

112 reine Elektroautos hatten wir im Landkreis Kulmbach zum 1. Januar 2020, verglichen mit 2018 (42) eine Steigerung von mehr als 50 %. Zum 1. Januar 2019 hatten wir 74 zugelassene E-Autos. Die Zulassungen der E-Hybride steigen mit 497 zum 1. Januar 2020 auch um ca. 50% gegenüber 2018.

Landrat Klaus Peter Söllner: „Wir setzen bewusst Elektrofahrzeuge in unserem Fuhrpark ein und haben seit August 2016 dank der N-ERGIE eine sehr gut funktionierende, öffentliche Ladesäule auf dem Besucherparkplatz unseres Landratsamtes in Betrieb. Wir danken der N-ERGIE besonders für die großzügige Unterstützung beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in unserem Landkreis Kulmbach und natürlich auch allen weiteren Beteiligten. Als Landkreis Kulmbach werden wir den Ausbau der Infrastruktur für E-Ladesäulen weiter unterstützen, aber auch den Fokus auf Wasserstoff richten, wir unterstützen mit die Zukunftsinitiative der Metropolregion Nürnberg.“

Weitere Lademöglichkeiten gibt es mittlerweile am Klinikum Kulmbach, auf dem neugestalteten EKU-Parkplatz, dem Pörbitscher Weg, bei der Sparkasse Kulmbach-Kronach, bei Hotels und Gaststätten, bei Tankstellen sowie bei verschiedenen Firmen in Stadt und Landkreis Kulmbach. Die Stadt Kulmbach errichtete Ladesäulen in Kooperation mit den Stadtwerken und dem Bayernwerk.


Fortschreibbares Elektromobilitätskonzept
Zum damaligen Zeitpunkt gab es weder eine Bundes- noch eine Landesförderung für die Errichtung von E-Ladesäulen.Deshalb wurde zur  weiteren finanziellen Unterstützung der Kommunen zeitgleich vom Klimaschutzmanagement in enger Abstimmung mit der Regierung von Oberfranken als neues Modellprojekt das fortschreibbare Elektromobilitätskonzept des Landkreises Kulmbach erstellt, damit die Kommunen bei Einhaltung der städtebaulichen Fördervoraussetzungen von einer städtebaulichen Förderung profitieren können.

Das landkreisweite, fortschreibbare E-Mobilitätskonzept soll zur nachhaltigen Kreisentwicklung und zur Stärkung der zentralen Orte unserer Kommunen beitragen.Dankenswerterweise erklärte sich die Stadt Stadtsteinach bereit, als Leitkommune für die Antragsstellung zu fungieren.


Positiver Förderbescheid der Regierung von Oberfranken
Diese freudige Nachricht ereilte den Landkreises Kulmbach im November 2019. Auf der Basis des landkreisweiten, fortschreibbaren E-Mobilitätskonzeptes erhalten unsere Kommunen städtebauliche Fördermittel in Höhe von 60 % für die bereits installierten Ladestationen für Elektro-Autos. Vorerst in den Genuss der Förderung der Regierung von Oberfranken kommen die Kommunen Kulmbach, Marktleugast, Marktschorgast, Presseck Thurnau, Wirsberg und die Leitkommune Stadtsteinach.

Insgesamt wurden 68.700 € als förderfähige Kosten anerkannt. Darunter fallen die Kosten für die Ladestation, für das Fundament, für den Stromanschluss sowie für das Herstellen und Befestigen der Parkflächen. Eine Abschlagszahlung in Höhe von 39.300 € wurde an die Leitkommune Stadtsteinach zur weiteren Verteilung bereits überwiesen. Entsprechend der eingereichten Kostenaufstellungen erhalten die einzelnen Kommunen folgende Beträge: Nach Vorlage des Verwendungsnachweises erfolgt die Auszahlung der restlichen Mittel in Höhe von 5 % der Zuwendung.


Dank an die Leitkommune Stadtsteinach
Der Landkreis Kulmbach mit seinen am Modellprojekt beteiligten Kommunen bedankt sich sehr herzlich bei der Stadt Stadtsteinach für das große Engagement, die Funktion der Leitkommune zu übernehmen, den Förderantrag zu stellen und die Fördergelder zu verteilen.


Elektromobilität für Gemeindeverwaltungen – Kooperation mit dem Bayernwerk
Die Gemeindeverwaltungen konnten und können somit Erfahrungen mit der Reichweite und dem Aufladen sammeln. Elektromobilität erleben, Probe fahren, damit können wir Berührungsängste abbauen. Allen interessierten Gemeinden wurden und werden Elektro-Autos vom Bayernwerk zur Verfügung gestellt.


Treffpunkt Elektromobilität für Bürgerinnen u. Bürger
Im Fokus unseres Treffpunktes zur Elektromobilität steht die Praxis.Auf Initiative von der Journalistin Sonny Adam berichten Fahrer von  E-Autos, wie das Aufladen funktioniert, wie lange es in der Praxis wirklich dauert, welche realistischen Reichweiten die verschiedensten E-Autos haben, welche Beweggründe sie für das Fahren eines E-Autos haben und geben ihre Erfahrungen weiter. Termine werden über die Medien bekannt gegeben.


E-Bike-Ladestationen - Aufladestationen von bike-energy (mit Sponsoring durch die N-ERGIE)
Radfahren wird immer beliebter in der Bevölkerung und nimmt aktuell Platz 1 unter den Outdoor-Sportarten ein. Der Trend geht hin zum aktiven Lebensstil. Radfahren nimmt einen wichtigen Platz in der Lebensgestaltung unserer Bürgerinnen und Bürger ein, ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder für einen Ausflug ins Grüne am Wochenende. Radfahren ist – ebenso wie zu Fuß gehen – gesund, schont die Umwelt und erhöht die Lebensqualität. Ein großer Vorteil ist zudem das Parken direkt am Zielort - keine zeitaufreibende Parkplatzsuche mehr!


Der Landkreis Kulmbach hat die Zeichen der Zeit erkannt, will den Radverkehr verstärkt fördern und erstellt aktuell ein neues Radwegekonzept. Radtourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für unsere Region. Auch bei größeren Distanzen rückt das Rad immer mehr in den Fokus:

Seit ein paar Jahren gesellen sich zu den muskelbetriebenen Drahteseln auch immer mehr elektrische Fahrräder, sogenannte E-Bikes. Erkennbar an ihren Motoren mit Akkus, verbinden diese Räder den Komfort eines Antriebs mit der Bewegungsfreiheit eines Fahrrads. Bei längeren Touren müssen die Akkus je nach Fahrweise entsprechend mit Strom aufgeladen werden. Vorreiter war der Markt Marktleugast, der bereits 2017 dieses Ladesystem beim neu gestalteten Radon-Platz installierte. Weitere Aufladestationen von bike-energy wurden am Landratsamt Kulmbach sowie in den Gemeinden Wirsberg, Harsdorf, Stadtsteinach und in Presseck installiert. 

Radler können somit ihr E-Bike jederzeit mit dem eigenen Ladekabel aufladen oder mit einem Ladekabel von „bike-energy“. Bitte informieren Sie sich vorher online unter https://bike-energy.com/ladekabel/welches Ladekabel sie für Ihren Akku benötigen.

Auch die Ladestation für E-Bike und E-Roller wurde analog der E-Ladestation für PKW von der N-ERGIE gefördert- herzlichen Dank dafür!

 

Ansprechpartner: Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Klimaschutzmanagement des Landkreises Kulmbach
Ingrid Flieger, Tel. 09221/707-148, E-Mail: flieger.ingrid@landkreis-kulmbach.de

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