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LAG-Kriterien

Die folgenden spezifische Kriterien finden bei der LAG Kulmbacher Land Berücksichtigung:

Leistet das Projekt einen Beitrag zur sektorübergreifenden Vernetzung?

Sektorenübergreifende Vernetzung: Bedeutung des Projekts zur Unterstützung der regionalen Entwicklungsziele - trägt das Projekt z.B. dazu bei, bestehende Entwicklungshindernisse zu verringern bzw. Entwicklungschancen besser bzw. schneller auszunutzen?

Hat das Projekt „Modellcharakter“?

Modellhaftigkeit: Ist das Projekt aus der Sicht der Region grundsätzlich neuartig (neue Produkte oder Dienstleistungen, neue Verfahren, usw.)? Ist es geeignet, auch in einem anderen regionalen Rahmen realisiert zu werden? Läßt es sich in Regionen übertragen, die ähnliche Stärken und Schwächen wie ihre Region aufweisen? Oder ist es nur im betrachteten Raum realisierbar?

Fügt sich das Projekt in die spezifische Struktur des Raumes ein, in dem es durchgeführt werden soll? Passt es zu dem Stärken-Schwächen-Profil der Region? Oder könnte es auch ohne räumliche Anbindung in einer anderen Region umgesetzt werden?

Berücksichtigt das Projekt bestehende Planungen oder Entwicklungskonzepte?

Regionalentwicklung: Fügt sich das Projekt in eine gemeinsame Strategie zur Entwicklung der Region ein oder führt es evtl. zu inhaltlichen Konflikten? Lassen sich von der Realisierung des Projekts positive Einflüsse auf den Nutzen anderer Projekte erwarten (Synergien)? Ist das Projekt grundsätzlich dazu geeignet, sektorübergreifende Planungen zu unterstützen?

Sichert oder schafft das Projekt Arbeitsplätze?

Arbeitsmarkt: Sind von der Realisierung des Projekts positive Wirkungen in der Region zu erwarten?

Trägt das Projekt zur überregionalen Profilierung der Region bei?

Profilierung der Region: Verbessert das Projekt das Image der Region aus der Sicht von Außenstehenden? Lassen sich regionsübergreifende Aktivitäten durch das Projekt erleichtern? Trägt das Projekt dazu bei, die Wertschöpfung aus der Nutzung eigener Ressourcen zu erhöhen, mehr Beschäftigung zu schaffen, die Umwelt zu entlasten, kulturellen Nutzen zu stiften, evtl. die Identität der Bevölkerung mit ihrer Heimat zu stärken? Bilden sich evtl. neue Netzwerke innerhalb der Region?

Steigert das Projekt den Erlebniswert der Region für ihre Gäste und Familien?

Erlebnis: Ist das Projekt zeitgemäß? Entspricht es den aktuellen touristischen Anforderungen? Trägt es dazu bei, Gäste in die Region zu holen? Ist es familienfreundlich?

Der Beurteilung wird das Schulnotenprinzip nach Schweizer Vorbild zu Grunde gelegt. So zeichnet sich ein sehr gutes Projekt durch sechs „ja“ aus. Ein Projektantrag muss mindestens drei (= ausreichend) Kriterien erfüllen. Für die LAG besteht die Möglichkeit, den Kriterienkatalog auf zukünftige Erfordernisse hin auszurichten.