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Grünes Licht für eine biologische Abfallvermeidung: Die Biotonne

Warum die Biotonne?

In unserem Abfallwirtschaftskonzept sind folgenden Kriterien absoluten Vorrang eingeräumt:

  • Abfälle möglichst vermeiden
  • Schadstoffe minimieren
  • Wiederverwertbare Abfälle in den Stoffkreislauf zurückführen (Recycling, Kompostierung)
  • Nicht verwertbare Abfälle ordnungsgemäß entsorgen

Vom gesamten Abfallaufkommen in Haushalten sind ca. 30 - 50 % kompostierbare Abfälle. Mit der Sammlung und Verwertung dieser biologischen Abfälle leisten wir somit einen weiteren Beitrag zur Abfallminimierung und zur Verwertung.

1993 gab der Kreistag grünes Licht für die flächendeckende Einführung der Biotonne im Landkreis Kulmbach zum 01.01.1994, nachdem wir fast 2 Jahre im Versuchsgebiet Stadtsteinach positive Erfahrungen mit der Biotonne sammeln konnten.

Auch in Gebieten, in denen die meisten Haushalte bereits im eigenen Garten kompostieren, ist die Biotonne sinnvoll. So führen wir einen Großteil der Haushaltsabfälle dem Stoffkreislauf zu und gewinnen am Ende wieder wertvolle Rohstoffe.

BIO! LOGISCH! VON ANFANG AN:
UMWELTSCHUTZ BEGINNT IN DER KÜCHE

Nur wenn Sie bereits die Abfälle in der Küche trennen, kann aus der Sammlung wertvoller Kompost gewonnen werden.

Mit einem Handgriff tragen Sie dazu bei, wertvolle Rohstoffe wiederzugewinnen und die Umwelt zu schonen. Und wer in der Küche Abfall trennt, der weiß: Gleich gemacht, ist es wirklich nur ein Handgriff!

Was ist Bioabfall?

In die Biotonne gehören Abfälle, die organischen Ursprungs sind und dafür biologisch gut abgebaut werden. Für die Qualität des erzeugten Kompostes ist dabei die Reinheit des Ausgangsmaterials von entscheidender Bedeutung.

Abfuhrrhythmus

Die Biotonne wird wöchentlich abgeholt!


Diese Abfälle gehören in die Biotonne

Organische Äbfälle

z. B. Kartoffelschalen, Salat- und Gemüseabfälle, Obstabfälle, Eierschalen, Lebensmittel- und Speisereste (Fischgräten, Brotreste, verschimmelte Eßwaren), Kaffee- und Teefilter sowie Kaffee- und Teesatz.

Gartenabfälle

Laub, Gras-, Heckenschnitt, Zweige, verwelkte Schnitt- und Topfblumen, Blumenerde, Unkraut und Moos.

Sonstige organische Äbfälle

unbehandelte Holzspäne, Stroh, kleine Mengen verschmutztes Haushaltspapier, einzelne Papiertaschentücher, Federn, Haare.

Bio Billys Haushaltstipp

Um Ihre Kücheneimer und die Biotonne sauber und geruchsfrei zu halten, empfehle ich, feuchte Küchenabfälle in Zeitungs- oder Küchenpapier einzuwickeln und auch den Boden des Kücheneimers mit Papier auszulegen. Wegen ihres Schadstoffgehaltes sollten aber keine buntbedruckten und beschichteten Papiere (z. B. Prospekte) hierfür verwendet werden. Kompostierbare Biomüllbeutel dürfen ebenfalls verwendet werden.

Auf keinen Fall Plastiktüten oder andere nicht-kompostierbare Abfälle in die Biotonne geben (Vorsicht: Blumen bzw. Blumensträuße sind oft mit Draht umwickelt). Tonnen mit diesem Inhalt bekommen die "Rote Karte" und werden nicht entleert.

GUT GETRENNT IST SCHON GEWONNEN:
ABFALLTRENNUNG VERHINDERT MÜLLBERGE

Bio Billy sagt: Die braune Biotonne ist kein Allesschlucker!

Alles, was nicht von Natur aus verrottet, verfault oder zerfällt, darf unter keinen Umständen in die Biotonne gelangen. Sonst wird die Kompostierung unmöglich und die positiven Umwelteffekte sind vorbei.

Diese Stoffe niemals in die braune Biotonne werfen!

Wertstoffe

GLAS, PAPIER, KARTONAGEN, KUNSTSTOFF, STYROPOR, WEISSBLECH, ALUMINIUM, METALLE, TEXTIL

Nach der Abfallwirtschaftssatzung sind alle Bürger zur Getrenntsammlung dieser Wertstoffe verpflichtet.

Restmüll

BABYWINDELN, STAUBSAUGERBEUTEL, ASCHE, RUSS, TAPETENRESTE, LEDER, ZIGARETTENKIPPEN, STRASSENKEHRICHT, LUMPEN usw.
Diese Abfälle müssen in die Restmülltonne!

Problemmüll

ALTÖL, LACK- UND FARBRESTE, MEDIKAMENTE, BATTERIEN, LEUCHTSTOFFRÖHREN, CHEMIKALIEN usw.

Diese müssen getrennt gesammelt und der Problemmüllsammlung zugeführt werden. Nur wenn diese Schadstoffe aus dem Müll ausgesondert sind, kann es eine saubere Umwelt geben! 

Bio Billys Komposttipp

Ein möglichst geringer Störstoffanteil im Bioabfall ist Voraussetzung für eine problemlose Kompostierung und die Erzeugung eines qualitativ hochwertigen Kompostes.

Grünes Licht für Eigenkompostierung

Sie sparen 15% Abfallgebühren

Die Biotonne stellt keine Konkurrenz zur Eigenkompostierung dar. Wer im eigenen Garten kompostiert, wird vielmehr doppelt belohnt.

Zum einen spart man sich den 15%-igen Gebührenaufschlag für die Nutzung der Biotonne. Zum anderen erhält man kostenlos einen wertvollen Bodenverbesserer für seinen Garten.

Voraussetzung ist natürlich, dass wirklich sämtliche kompostierbare Abfälle aus Haus und Garten sachgerecht verwertet werden. Es genügt nicht, die Abfälle nur auf einen Haufen zu werfen und sich selbst zu überlassen. Geruch und Ungeziefer wären die Folge. Die Eigenkompostierung ist vielmehr eine kleine Kunst, die aber jeder mit etwas Engagement erlernen kann.

Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrer Abfallberatung.

So sparen Sie 2x bares Geld: Bei der Gebühr und für hochwertigen Dünger!

Kompostring Kulmbach

Wie aus Abfall wertvoller Rohstoff wird

Die in den Biotonnen gesammelten organischen Abfälle aus dem Landkreis Kulmbach werden auf zwei dezentralen Anlagen kompostiert.

Diese Kompostieranlagen werden vom Kompostring Kulmbach betrieben. Im Kompostring haben sich einige Landwirte zusammengeschlossen, die schon jahrelang erfolgreich Grüngutkompostierung für den Landkreis betreiben. Die Anlagen zur Kompostierung des Bioabfalls sind immer an bereits bestehende Grüngutkompostierungsanlagen angeschlossen.

Hier wird der angelieferte, feuchte Bioabfall unter Beimischung von gehäckselten Gartenabfällen (Strukturmaterial) zu Mieten angesetzt.

Das tägliche Umsetzen der Miete während der Phase der Heißrotte (ca. 2 Wochen) gewährleistet eine für den Kompostierverlauf optimale Durchlüftung. Die Kompostmieten erhitzen sich dabei durch mikrobielle Abbauprozesse auf über 70°C.

Dadurch werden Krankheitskeime und Unkrautsamen unschädlich gemacht (Hygienisierung). Nach ca. 12 Wochen der Nachrotte ist dann ein Reifekompost entstanden, der nach der Absiebung als wertvoller Bodenverbesserer ausgebracht wird. 

Regelmäßige Laboranalysen sowie zufriedene Abnehmer bestätigen die hervorragende Qualität des erzeugten Kompostes.

Bio Billys Haushaltstipp

Kompost ist keine Gartenerde, sondern ein nährstoffreicher Dünger. Sie sollten ihn daher niemals unverdünnt als Pflanzensubstrat verwenden, sondern stets mit Gartenerde mischen.