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Landkreis Kulmbach Aktuell

Jahresbilanz Förderoffensive Nordostbayern 2017 und Übergabe Förderbescheide an Kommunen

Der Landkreis Kulmbach profitiert in hohem Maße von der Förderinitiative Nordostbayern. Am Freitag, den 26. Januar bekamen Thurnau, Neudrossenfeld und Neuenmarkt ihre Förderbescheide.

Aufgrund des Beschlusses des Bayerischen Ministerrats vom 19. September 2016 wird in den Jahren 2017 bis 2020 die Förderung von Maßnahmen zur Beseitigung von innerörtlichen Leerständen und zur Aufwertung der Stadt- und Ortskerne im Rahmen der Städtebauförderung und der Dorferneuerung in den Landkreisen Hof, Kronach, Wunsiedel i. Fichtelgebirge und in der kreisfreien Stadt Hof auf einen Fördersatz von einheitlich 90 Prozent angehoben. Ziel der Förderung ist eine Verbesserung der innerörtlichen Standortbedingungen für Wohnen und Wirtschaft.

Für den Landkreis Kulmbach intervenierte Landrat Söllner mit Schreiben vom 20. September 2016 gegenüber Staatsminister Joachim Herrmann, den Landkreis Kulmbach mit in die Förderkulisse aufzunehmen. Mit Unterstützung der Abgeordneten und des Oberbürgermeisters der Stadt Kulmbach gelang es, die Aufnahme unseres Landkreises in die Förderkulisse mit Ministerratsbeschluss vom 25. Oktober 2016 zu erreichen. Innerörtliche Leerstände sollen mit schlüssigen Nachnutzungskonzepten beseitigt werden, so das Ziel!

Nach einem Informationstag im Landratsamt Kulmbach Anfang Februar 2017 wurden in den Folgewochen Projektanmeldungen der Kommunen vorgenommen. Es waren fast 60 Bewerbungen im Bereich der Städtebauförderung mit einem Investitionsvolumen von geschätzt über 70 Mio. €. 16 Maßnahmen wurden beim Amt für Ländliche Entwicklung angemeldet. Letzteres ist grundsätzlich zuständig für die Orte und Ortsteile unter 2.000 Einwohner. Die Anmeldungen wurden nach Dringlichkeit, Planungsfortschritt und verfügbaren Mitteln durch die Regierung und das Amt für Ländliche Entwicklung bewertet.

In der Städtebauförderung wurden für das Jahr 2017 dem Landkreis Kulmbach ein Gesamtbudget von 3,933 Mio. € Mittel "zugeteilt". Weitere 2,853 Mio. € wurden als Zusagen für 2018 vorgesehen, die aber erst ab Juli/August 2018 beschieden werden können. Letztere konnten bzw. können ab Eingang der vollständigen Antragsunterlagen bei der Regierung mit einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn versehen werden. Für diese knapp 7 Mio. € Mittel haben 12 Kommunen des Landkreises bis Ende Oktober 2017 insgesamt 26 Maßnahmenanträge gestellt. In der heutigen Jahresbilanz 2017 wollen wir resümieren, was aus diesen Anträgen geworden ist.

Die kommunalen Verwaltungen haben mit Hochdruck an der Fertigstellung der Antragsunterlagen gearbeitet. Erstmals wurden ab Mai 2017 die Anträge über eine Cloud durch das Landratsamt nach einem festen Schema an die Regierung elektronisch eingereicht. Die ersten Bewilligungen der Regierung datieren sich auf den 03.08.2017. In der Zuständigkeit des Amtes für Ländliche Entwicklung wurden die ersten Förderbescheide Ende August 2017 an Guttenberg, Harsdorf und Marktleugast übergeben. Teilweise wurden im September/Oktober 2017 schon Maßnahmen im Landkreis Kulmbach in Pressemitteilungen der Regierung veröffentlicht.

Landrat Söllner und die Abgeordneten bedankten sich bei der Regierung von Oberfranken mit der Abteilungsdirektorin Marion Resch-Heckel an der Spitze für die hervorragende Zusammenarbeit im bisherigen Förderprozess.

Folgende Projekte haben schon Förderbescheide erhalten:
Der Markt Kasendorf für die Machbarkeitsstudie Revitalisierung des Gebäudes Marktplatz 5, ehemaliges Schwarzes Ross und weiteren Leerstand in der Ortsmitte

Die Stadt Kulmbach für die Machbarkeitsstudie der Umnutzung der Gebäude A1 und A6 auf dem ehemaligen Spinnereigelände (Leerstand seit 1995)

Der Markt Thurnau zur Sanierung und Umnutzung des Nordflügels von Schloss Thurnau im Bauabschnitt 3 B für das Institut für Fränkische Landesgeschichte (Leerstand seit über 40 Jahren)

Die Stadt Kulmbach für den Grunderwerb und Abbruch des leerstehenden Anwesens Webergasse 15 in Kulmbach mit anschl. Platzgestaltung

Der Markt Thurnau für die Umverlegung und Neugestaltung des Busbahnhofs zur Nutzung der Flächen innerörtlichen Leerstands (1. Teilbetrag)

Der Markt Mainleus für den Grunderwerb Leerstand Alte Spinnerei Mainleus, Aufstockung der Bezuschussung aus der Förderoffensive

Die Stadt Kulmbach für den Ausbau des Leerstandes 2. Obergeschoss der Spinnerei zum Kunst- und Kulturzentrum, Aufstockung der Bezuschussung aus der Förderoffensive

Der Markt Marktleugast für den Grunderwerb und Abbruch der Anwesen Marktplatz 12 (seit 2009 in der Versteigerung) und Marktplatz 14 mit anschließender Freiflächengestaltung

Der Markt Mainleus zur Altlastenuntersuchung "Alte Spinnerei"

Der Markt Marktschorgast für Grunderwerb, Rückbau und Aufwertung der Fläche des ehemaligen "Goldenen Löwen", Bahnhofstr. 1 (Leerstand seit 1981)

Der Markt Marktschorgast für Grunderwerb, Rückbau und Aufwertung des Anwesens Oberanger 14

Die Gemeinde Neudrossenfeld für Grunderwerb und Abbruch des Anwesens Bayreuther Str. 4 zur Schaffung von Parkplätzen

Der Markt Thurnau für die Aufwertung und Umgestaltung des Rathausplatzes mit Umfeld inkl. Modernisierung leerstehendes Rückgebäude altes Rathaus Thurnau

Der Markt Wonsees zur Modernisierung der ehemaligen Schulturnhalle in Wonsees

Der Markt Presseck für Abbruch und Aufwertung Stadtstreicher Str. 1 in Presseck

Einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn haben bereits erhalten:
Der Markt Wirberg für die Sanierung der Gebäude Marktplatz 10 und Marktplatz 12

Die Gemeinde Trebgast für den Umbau des Bahnhofgebäudes zu einer Tagespflegeeinrichtung und sechs Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss

Der Markt Wonsees für die Machbarkeitsstudie zur Behebung innerörtlicher Leerstände und Schaffung bezahlbaren Wohnraums durch den Markt Wonsees

Der Markt Thurnau für Gestaltungsfibel und Beratungen für ein kommunales Sanierungsprogramm

Der Markt Mainleus für den Architektenwettbewerb "Ehemalige Spinnerei"

Mit Mitteln 2018 dürfen rechnen:

Der Markt Marktschorgast für die Sanierung des ehemaligen Wasserhauses der Bahn

Der Markt Thurnau für eine Machbarkeitsstudie zur Umnutzung eines Gebäudes am Marktplatz

Die Stadt Kulmbach mit einem 1. Teilbetrag für den Abbruch und gegebenenfalls eine Machbarkeitsstudie "Kaufplatz Kulmbach"

Der Markt Kasendorf für eine Sanierung des Gebäudes "Schwarzes Ross", sofern die Machbarkeitsstudie entsprechende Ergebnisse liefert

Aktuell erhielten nun die Förderbescheide:
Die Gemeinde Neudrossenfeld als Mittel zur Sanierung der "Alten Schmiede" in Altdrossenfeld - private Sanierungsmaßnahme Familie Ross

Die Gemeinde Neuenmarkt zur Sanierung des Empfangsgebäudes, des ehemaligen Sozialgebäudes und der ehemaligen Güterhalle des DDM (1. Teilbetrag für Planungen)

Der Markt Thurnau für die Umverlegung und Neugestaltung des Busbahnhofs zur Nutzung der Flächen innerörtlichen Leerstands (2. Teilbetrag)

Damit wurden etwa 3,4 Millionen Euro der für 2017 eingeplanten "Kulmbach-Mittel" von insgeamt etwa 3,9 Millionen Euro Bescheide erteilt. Knapp 3 Millionen der fest zugesagten Mittel für 2018 sind schon mit einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn versehen. Damit wird im Landkreis Kulmbach ein Investitionsvolumen von rund 25 Millionen Euro auf den Weg gebracht.