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Landkreis Kulmbach Aktuell

11. Runder Tisch im „Netzwerk frühe Kindheit“ zum Thema Häusliche Gewalt

Gewalt in der Paarbeziehung beeinträchtigt immer die Erziehungsfähigkeit und damit auch das Wohl des Kindes. Am 29. März 2017 fand im Großen  Sitzungssaal des Landratsamtes Kulmbach der mittlerweile 11. Runde Tisch im „Netzwerk frühe Kindheit“, diesmal zum Thema häusliche Gewalt statt. Zu dieser Veranstaltung hatte die Koordinierende Kinderschutzstelle des Landkreises Kulmbach (KoKi), die mit Monika Cosma und Kerstin Ziegler besetzt ist, eingeladen. Als Schwerpunktthema stellten Diplompädagogin und stellvertretende Einrichtungsleitung Nele Beck und Erzieherin Christa Bialas-Müller vom Frauenhaus Bayreuth ihre tägliche Arbeit mit den betroffenen Frauen und Kindern in der auch für den Landkreis Kulmbach zuständigen Frauenschutzeinrichtung vor.

Fälle von häuslicher Gewalt und damit die Gefährdung von Kindes- und Familienwohl sind leider auch im Landkreis Kulmbach keine Seltenheit. Bei der Arbeit mit jungen Familien kann jede Fachkraft immer wieder mit derartigen Lebenslagen in Kontakt kommen. Rund 40 Fachkräfte unter anderen aus der Kinder- und Jugendhilfe, der Gesundheitshilfe, Psychologische Beratungsstellen, der Polizei nahmen an dem Runden Tisch teil. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der örtlichen Fachkräfte ermöglicht, dem Bundeskinderschutzgesetz entsprechend, eine frühe Unterstützung und somit einen effektiveren Kinderschutz, da Ressourcen fachübergreifend genutzt werden können.

Das Treffen der Akteure findet zweimal jährlich statt, um an aktuellen Themen und einem tragfähigen Konzept im Bereich Früher Hilfen zu arbeiten. Die KoKi des Landkreises Kulmbach übernimmt hierbei die koordinierende und steuernde Funktion. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen der jeweiligen Aufgaben und Angebote wurde bereits ein Kooperationsleitfaden als Instrument zur Einschätzung von Kindeswohlgefährdung entwickelt. Weitere Themen sind beispielsweise die Fortschreibung der netzwerkbezogenen Kinderschutzkonzeption für den Landkreis Kulmbach, die Ermittlung notwendiger Bedarfe auf dem Gebiet des präventiven Kinderschutzes und der Aufbau frühzeitiger Unterstützungsangebote. Die am Runden Tisch gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen sollen von den Teilnehmern als Multiplikatoren an Mitarbeiter und Kollegen im eigenen Umfeld weitergegeben werden. Oberstes Ziel ist es, durch Kooperation, Vernetzung und Bündelung von Ressourcen aus Jugend- und Gesundheitshilfe u. a., junge Familien zu unterstützen und mit Hilfe präventiver Maßnahmen ungünstige Entwicklungen zu verhindern.

Artikel aus der Bayerischen Rundschau vom 08./09.04.2017

Weitere Informationen zur KoKi finden Sie hier.